Tag 59 — Die Fahrt nach Mendoza

Wir haben wunderbar im Bus geschlafen. 07:00 Uhr waren wir in Santiago und gegen halb acht an unsrem Busbahnhof. Ok – 08:40 Uhr geht es mit dem nächsten Bus weiter nach Mendoza ( Argentinien). Das ist ein riesiger Busbahnhof von nur einer Gesellschaft. Wir suchen den richtigen Abfahrtbahnsteig und stellen uns dort hin. Christian holt uns zwei Cappuccino und wir essen das letzte Brot. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon sitzen wir im nächsten Bus. Die Fahrt ist spannend, denn es geht durch die Anden rüber nach Argentinien. Bis auf über 3000 Meter fahren wir.

Das gelbe sind Tunnels durch die wir durchfahren

Dann sind wir oben und fahren durch die Grenze, kein aussteigen, keinen Pass stempeln? Wir verstehen gar nix mehr. Aber dafür gibt es eine tolle Sicht auf den Aconcagua.

Der Aconcagua ist mit 6961 der höchste Berg Südamerikas und des amerikanischen Doppelkontinents sowie der höchste Berg außerhalb Asiens und auf der  Südhalbkugel.

Irgendwann hält der Bus dann doch mal in einer großen Halle an. Wir sind definitiv schon ein ganzes Stück in Argentinien. Aber hier ist erst Aus – und Einreise offiziell. Da kein weiterer Bus da ist, geht es recht schnell und nach einer halben Stunde fahren wir weiter.

Hier noch einige Eindrücke von der Strecke.

Kurz vor 16:00 Uhr sind wir dann in Mendoza in unserem Hotel.

Nach einer kurzen Pause gehen wir los. Wir haben mal wieder Hunger. Übrigens ist es irre heiß hier. Der Taxifahrer der uns zum Hotel gefahren hat, erzählte etwas von 46 Grad. Ja so fühlt es sich an. Laut Wetterbericht sind es 34.

Ob das der Grund ist, warum kein Mensch auf der Straße ist?

In Mendoza gibt es neben jeder Straße und auch mitten in der Fußgängerzone Bewässerungsgräben. Aber die sind total trocken

Nach dem Essen laufen wir noch durch die Straßen.

Morgen erkunden wir die Stadt. Wir müssen uns erst einmal an die Hitze gewöhnen. Mendoza ist ja ein Weinanbaugebiet. Eigentlich radelt man hier von Bodega (Weinkeller) zu Bodega und kostet überall den Wein. Vorwiegend Rotwein und Malbec. Wir können uns heute einfach nicht vorstellen bei 35 Grad den ganzen Tag Rotwein zu trinken und durch die Weingebiete zu radeln…….

Tag 58 — Der Wasserfall Salto del Claro

Heute ist unser letzter Tag in Pucon und vorerst der letzte in Chile. Also heisst es am Morgen erst einmal Sachen packen. Wir frühstücken noch ausgiebig und schmieren uns schon Brote für die lange anstehende Busfahrt. Dann lassen wir unser Gepäck im Hostel und ziehen mit kleinem Rucksack los. Wir wollen zu einem Wasserfall – dem Salto del Claro. Wir haben wenig darüber gelesen. Aber die Bilder sehen nach einem echten Wasserfall aus. Der Wasserfall ist etwas außerhalb und der Weg scheint schwierig zu sein. Die Beschreibungen gehen von nimm ein Kollektivo (Sammeltaxi) fahre bis da und da hin. Am 5. Baum links, am eingefallenem Häuschen rechts …. und so weiter. Und eine hat eine geheime Karte im Netz veröffentlicht

Und unsere Vermieter sagten auch noch der Weg, wenn man ihn gefunden hat ist einfach. Also machten wir uns auf den Weg. Eines der Kollektivos 1,2, 4 sehen wir gleich und winken uns ran. Von der Stelle aus, wo uns der Fahrer raus lässt müssen wir noch 4 Kilometer bergauf laufen. Also laufen wir los. Plötzlich hält ein Auto neben uns und fragt ob er uns mitnehmen soll – klar gern. Das Auto ein Pickup ist schon gut gefüllt wir quetschen uns noch rein. Der nette Fahrer bringt uns nicht nur zum Einstieg, sondern geht das erste Stück Weg mit uns. Nette Menschen die Chilenen. Ein kleines Stück vom Weg hat man schon mit Holz befestigt. Es geht immer Bergab, steil und ohne festen Weg ….na wie ich das liebe ☹️

Und dann sehen wir zum ersten mal den Wasserfall

Es geht noch weiter hinunter

Und dann sind wir da

90 Meter ist der Salto del Claro hoch. Es ist wirklich schön hier. Nun müssen wir den beschwerlichen Weg wieder hoch.

Nun haben wir 4 Kilometer bis zur Straße vor uns.

Wir laufen eine gute halbe Stunde, da hält wieder ein Auto und fragt ob wir nach Pucon wollen. Jaaaaaa und schon sitzen wir im Auto und sind wenige Minuten später im Zentrum von Pucon. Wir suchen uns ein nettes Lokal und essen.

Dann gehen wir noch einmal zum See, schlendern durch die Straßen, trinken Kaffee und essen Kuchen und dann ist es Zeit unser Gepäck im Hostel zu holen und Tschüß zu sagen.

Pünktlich 21:00 Uhr fährt unser Bus. Wir haben für diese Nachtfahrt Super – Carma gebucht. Das ist quasi die Luxusklasse. Der Sitz ist nicht nur schön breit, sondern lässt sich ganz umklappen. Und für die Beine kann man das Teil so ausklappen, dass man richtig liegen kann . So stelle ich mir die Sitze in der 1. Klasse im Flieger vor. Es gibt für jeden 1 Kissen und eine Decke.

Der Bus ist nicht sehr voll. Es sitzen mit uns 6 Leute im oberen Teil.

Tag 57 – Badetag am Bahia Blanca

Eigentlich wollten wir heute in den Nationalpark und einen 5 stündigen Walk machen. Da nur 3 x täglich dort Busse hinfahren, hätten wir den 08:30 Uhr Bus nehmen müssen. 06:30 Uhr schauten wir uns verschlafen an, und haben beschlossen erst einmal auszuschlafen und einen ruhigen Vormittag zu machen. Das taten wir dann auch inklusive eines ausgiebigen Frühstück. Das Wetter war wieder hervorragend und so haben wir beschlossen zum weißen Strand zu fahren, ein Tipp unserer Vermieterin. Der weiße Strand ist ein Strand mit hellem Sand wie wir ihn kennen. Da hier aber alle anderen Strände schwarz sind, ist das etwas Besonderes. Wir laufen Richtung Busbahnhof, von dem aus die kleinen lokalen Busse dort hinfahren. Oh da kommt ja der Bus (steht groß draußen dran) wir winken, der Bus hält an und wir springen rein. Oh wie toll wieder ein Weg gespart. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde. Dann noch ein kleines Stück laufen und wir sind da.

Wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen und machen es uns gemütlich. Heute gehe ich auch in das tolle Wasser.

Christian ist es zu kalt

Nachdem wir wieder zurück sind, kaufen wir noch etwas zum kochen im Supermarkt ein und machen es uns dann „zu Hause “ gemütlich. Herrlich im Garten im Schatten sitzen…..

Der Vulkan zeigt heute schon den ganzen Tag deutlich mehr Aktivität. Es kommt ganz schön viel Rauch raus.

Und die Katze sitzt mal wieder vor unserem Fenster und will rein….

Morgen muss ich mich unbedingt noch mit Hund (ein Rottweiler) fotografieren lassen und euch das zeigen. Der ist toll.

Tag 56 – Die Besteigung des Vulkans Villarrica

Pünktlich 06:30 Uhr sind wir in der Agentur. Rucksäcke packen, Gamaschen anlegen und los gehts. Wir waren erst besorgt, denn ausgerechnet heute Morgen war es ganz bewölkt. Aber einer der Bergführer beruhigt uns. Da wo wir losgehen sind wir über den Wolken. Wir sind eine Gruppe mit 9 Personen und haben 3 Bergführer dabei. Ich habe natürlich viel über die Tour gelesen. Aber letztendlich weiß man ja immer erst wie es ist, wenn man selber dabei ist. Also wir fahren zum Parkplatz, wo die Tour beginnt. Der Parkplatz liegt auf 1400 Meter. Der Vulkan Villarrica ist 2847 Meter hoch und die Seilbahn fährt leider nicht. So hätten wir uns die ersten 400 Höhenmeter erspart, wir müssen also 1400 Höhenmeter hoch…. das ist nicht ohne…. oder anders gesagt oh man oh man….hoffentlich hält mein Bein das durch. Am Parkplatz ist es schon deutlich frischer als unten in der Stadt, also wechsle ich schnell das dünne Shirt gegen das warme Shirt. Helm aufsetzen. Eispickel am Rucksack verstauen und los geht es. Kurz vor 08:00 Uhr starten wir.

Eine Stunde später gibt es die erste Pause: trinken, kleiner Snack, Sonnencreme noch einmal auftragen und wir ziehen jetzt schon die Steigeisen an und nehmen die Pickel in die Hand.

Das im pinkfarbenen Shirt bin ich

Und ab dann sind wir nur noch im Eis und Schnee unterwegs. Ich gehe direkt hinterm Bergführer, weil ich die langsamste bin

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Steigeisen, komme ich gut in Tritt. Ich bin allerdings so auf mich und das Gehen fokussiert, das ich nicht nach links und rechts schaue. Wir machen so alle Stunde eine kurze Pause.

Es wird immer windiger und damit kälter, daher ist Christian ganz vermummt

So glücklich wie hier aussehe , war ich vermutlich zu dem Zeitpunkt gar nicht

Und dann sind wir kurz vor 13: Uhr wirklich oben. Ich kann mich gar nicht richtig freuen, weil ich es gar nicht glauben kann. Außerdem muss ich aufpassen, dass mich der Wind nicht runter weht. So kurze Verschnaufpause unterhalb des Kraters. Atemschutzmasken anziehen – der Vulkan ist aktiv, es gibt daher eine Menge Gase – und dann geht es rauf auf den Krater. Der Schwefel brennt sofort in den Augen und 2-3 mal fliegen Steine aus dem Krater – ja, der Vulkan spuckt.

Der Abstieg wird ja extrem verkürzt, da man 1000 Höhenmeter auf dem Hosenboden und einem Plastikteller hinunterrutscht wie in einer Bobbahn. Dafür haben wir ja extra Klamotten mitbekommen, um unsere eigenen nicht naß und kaputt zu machen.

Alle finden das toll, nur ich nicht… ich hasse alles was mit Geschwindigkeiten zu tun hat, die ich nicht wirklich kontrollieren kann. Aber alles runter laufen ist natürlich auch keine Alternative. Aber nach der ersten Abfahrt habe ich noch mehr Angst. Das sind ja quasi Eiskanäle die senkrecht da runter gehen. Ich überrede einen der Bergführer, dass er bitte mit mir im Tandem da runter fährt. Das macht der dann auch. Ich setze mich hinter ihm, meine Füße kommen auf seine Oberschenkel und los gehts.

Die letzten 400 Höhenmeter müssen wir ja dann doch noch laufen, weil dort kein Schnee mehr liegt. Durch die Vulkanasche geht es runter. Man gut das wir noch die Klamotten von der Agentur anhaben. Also vielleicht könnt ihr euch das grob vorstellen – nasse Klamotten und Schuhe vom Schnee und jetzt in schwarzer Vulkanasche. Mein Bein merke ich jetzt schon sehr. Die letzten Höhenmeter fahre ich daher mit einem Bergführer und den Mitarbeitern vom Nationalpark in deren Auto runter. In der Agentur trinken wir alle zusammen noch ein Bier auf der Dachterasse mit dem Vulkan im Blick.

So langsam kann ich mich über meine Leistung heute freuen. Die Ärzte in der Reha hatten mir gesagt, dass ich vielleicht in einem Jahr in der Lage bin einen Berg zu besteigen und jetzt 6 Monate nach dem Unfall, habe ich ganz allein und noch dazu im Schnee 1400 Höhenmeter zurück gelegt. Juchhu…..

Nach einer langen Dusche haben wir keine Lust zum selber kochen und gehen essen – Hühnchenbrust mit Kürbispüree und eine Riesenempanada mit Forelle und Mozzarella gefüllt. Auf dem Weg dahin buchen wir die nächsten Bustickets. Am 29.1. fahren wir mit dem Nachtbus nach Santiago und am nächsten Morgen direkt weiter über die Anden in die Weinstadt Mendoza.

Tag 55 – Entspannung und Tourvorbereitung in Pucon

Es ist mal wieder Zeit etwas Wäsche zu waschen. Und da es hier ja warm ist und wir daher mal andere Sachen anziehen können, bringen wir am Morgen 3 KG Wäsche in eine kleine Wäscherei. Dann gehen wir über den Plaza de Armas (so heißt in jedem Ort der Hauptplatz) zum Strand.

Es ist noch recht früh, daher ist der Strand vom Lago Villarrica noch leer. Zum Baden ist es uns zu kalt, da am Wasser eine ziemlich kühle Brise weht. Der Sand ist natürlich schwarzer Vulkansand 😎

Dann schlendern wir durch die Straßen und Geschäfte und schauen am Hafen vorbei.

So viel schauen und laufen macht Appetit auf Kaffee und Kuchen 😋

Dann gehen wir ins Hostel und kochen uns Essen. Denn um 07:00 Uhr müssen wir unsere Wäsche abholen, dann zur Agentur bei der wir die morgige Vulkanbesteigung gebucht haben um die Sachen anzuprobieren und um 21::00 Uhr zum BANFF- Festival…..oh man ganz schön viel zu tun. Also nach dem Essen holen wir die Wäsche ab und gehen zur Agentur. Im Preis für die Vulkanbesteigung ist folgende Ausstattung dabei – Rucksack, Handschuhe, Atemschutzmaske, Bergschuhe, Steigeisen, Helm, Eispickel, Hose,Jacke und Schlitten ( oder besser Platikteller ) für die Abfahrt. Das muss alles anprobiert werden. So richtig können wir uns noch nicht vorstellen, wofür wir das alles brauchen…. und so schwer ist das Zeug.

Da ich ja so Probleme mit meinen Bergschuhen hatte, nehme ich tatsächlich die Schuhe von der Agentur. Christian möchte seine Bergschuhe gerne anziehen – die haben wir bei der Anprobe dabei, die muss der Bergführer nämlich genehmigen.

So dann mit Wäsche, Christians Bergschuhen zum Supermarkt und noch für jeden 2 Liter Wasser kaufen. Alles zum Hostel bringen, Klamotten für die Tour zurecht legen ( wir müssen morgen 05:15 Uhr) aufstehen…oh je und gleich ist es neun, also schnell zum Hafen laufen. Das BANFF beginnt. Die Outdoor Fans unter euch kennen das BANFF ganz sicher – hier werden spezielle Outdoor Kurzfilme gezeigt. Also waren wir pünktlich dort, aber noch keine Leinwand und nur eine Handvoll Leute.

21:30 Uhr immer noch nicht

2 Minuten vor zehn ging es dann endlich los

Leider konnten wir nicht bis zum Schluss bleiben, wir konnten nicht mehr sitzen, uns war echt kalt in unseren kurzen Hosen und morgen früh müssen wir ja früh raus.

Tag 54 — Pucon und der Vulkan Villarrica

15: 00 Uhr kamen wir in Pucon an. Hier ist Flipflop und kurze Hosen Wetter. Als erstes gehen wir zum Hostel. Unser Hostel liegt etwas abseits des quirligem Zentrum und ist echt süß. Es gibt nur 2 Zimmer mit Privatbad und 1 Hund und 1 Katze.

Und das allerbeste ist der Blick aus dem Fenster. Wir schauen direkt auf den Vulkan Villarrica

Und einen kleinen Garten gibt es auch noch

Nachdem einchecken gehen wir in den Supermarkt und machen für unsere Verhältnisse einen Großeinkauf. Dann kochen wir und essen. Und dann schauen wir uns die Stadt an und klappern ein paar Agenturen ab. Wir wollen den Vulkan besteigen. Für übermorgen haben wir gebucht. Wir gehen in einer Gruppe mit Bergführern die 1400 Höhenmeter auf den 2847 hohen Vulkan. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Pucon hat etwa 14.000 Einwohner. Hier ist alles auf Outdooraktivitäten ausgelegt. Aufgrund der vielen Vulkane hier gibt es auch sehr viele heiße Quellen und Thermalbäder. Ach ja, übrigens ist der Vulkan Villarrica ein aktiver Vulkan.

Tag 53 — Strand und entspannen

Nachdem Frühstück sind wir gleich zum See und haben einen schönen und ausgiebigen Spaziergang gemacht. Erst oberhalb auf dem Fußweg dann m. Strand und ich im Wasser. Herrlich.

Christian hat alles vom Rettungsschwimmerturm aus beobachtet 😎

Dann sind wir essen gegangen. Heute gab es zur Abwechslung mal etwas gesundes — Salat und Wrap mit gesunden Inhalten und für jeden einen frischen Obstsaft.

Dann war Siesta im Hostel. Am Nachmittag sind wir dann noch zum Kaffee trinken gegangen. Und zwar suchen wir hier seit 3 Tagen wo man Churros bekommt.  Churros sind ein Fettgebäck. Die länglichen Krapfen mit sternförmigem Querschnitt werden aus Brandmasse zubereitet, in heißem Öl frittiert und mit Puderzucker bestreut. Dazu gab es neben 2 Espresso, Manja. Manjar oder auch Dulche de leche (wörtlich etwa: Süßes aus Milch) ist ein in Lateinamerika verbreiteter Brotaufstrich bzw. eine Creme aus Milch, Zucker und Vanille und extrem lecker.

Dann haben wir das bunte Treiben am Strand beobachtet und den Abend mit Wein und Käse im Hostel verbracht.

Morgen 09:30 Uhr geht unser Bus nach Pucon. Wir rechnen mit 5 Stunden Fahrtzeit.

Tag 52 – Der Nationalpark Vicente Perez Rosales

Trotz des langen Tages gestern, saßen wir um 09:00 Uhr schon wieder in einem Mikrobus und warteten auf die Abfahrt. Mikrobusse nennt Mann die kleinen lokalen öffentlichen Busse hier. Wie vom Wetterbericht vorhergesagt, war heute der beste Tag – klare tolle Sicht und keine Wolke am Himmel. Daher geht es heute mit dem lokalen Bus in den Nationalpark Vicente Perez Rosales. Der Nationalpark besteht seit 1926 und damit der älteste Nationalpark Chiles. Der 231.000 ha große Nationalpark liegt etwa 60 km östlich von Puerto Varas und erstreckt sich bis an die Grenze zu Argentinien. Höchster Punkt ist der Vulkan Osorno mit 2.652 Metern. Am Fuße des Vulkans erstreckt sich der Gebirgssee Lago Todos los Santos, der weit in die Anden hineinreicht. Entwässert wird der See durch den Rio Petrohue, der südostwärts fließt und schließlich in den Pazifik mündet. Dabei passiert der Fluss nach 16 km die Saltos de Petrohue, eine Reihe von spektakulären Stromschnellen und Wasserfällen.

09:30 Uhr fuhr der Bus dann los und 11:15 Uhr waren wir am Gebirgssee Lagos los Santos, direkt am Fuß des Vulkans Osorno. Und was macht auf einem See? Richtig Boot fahren… und die Aussicht genießen

Dann sind wir zu den Wasserfällen und Stromschnellen gefahren

Wir stellten uns an die Straße und warteten auf den nächsten Bus. In Ensanada sind wir ausgestiegen. Eigentlich sollte das ein Ort sein. Hier wollten wir Mittagessen und dann mit einem anderen Bus bis zum Vulkan fahren und dort eine kleine Wanderung machen. Die Besteigung des Osorno hatten wir uns auch angesehen, aber die ist echt schwer. Mit Eisklettern zum Schluss und 50 Grad Steileis. Man kann bis zu einem der unteren Krater eine Wanderung machen – so der Plan. Also wir aus dem Bus ausgestiegen und laufen die Straße entlang. Aber hier ist kein Ort. Hier sind 3 Campingplätze am See und eine Information der Parkverwaltung. Hier fragen wir nach. Also die Wanderung geht da los, wo wir am Anfang die Bootfahrt gemacht haben…..ahhhhh. Na gut. Dann laufen wir dort noch ein Stück, aber hier blickt man zwar schön auf den See, aber den haben wir ja auch bei uns in Puerto Varas.

Außerdem gibt es hier supernervige Riesenhummeln. Also laufen wir zurück zur Hauptstraße und halten den nächsten Bus an, und fahren nach Puerto Varas. Mittlerweile ist es schon wieder Nachmittag und der Hunger macht sich bemerkbar. So gehen wir ins Café Kunstmann und bestellen eine Pachinga für zwei

Es kommt eine RIESIGE Platte mit: Würstchen, verschiedenem Fleisch unter den Pommes, Tomaten, Eier, Oliven und Brot mit geschmolzenem Käse…. Die RIESIGE Platte haben nicht einmal wir geschafft

So jetzt brauchen wir einen Spaziergang am Strand

Gegen Neun sind wir im Hostel. Morgen wollen wir mal wieder einen relaxten Tag machen.

Tag 51 — Die Insel Chiloe

08:30 Uhr wurden wir am Hostel abgeholt. Der kleine Bus war schon voll. Um auf die Insel Chiloe ( zweitgrößte Insel Chiles nach Feuerland) zu kommen, muss man erst mit der Fähre übersetzen. Die Fahrt zur Fähre dauert 1,5 Stunden und die Überfahrt 30 Minuten.

Oh Seelöwen

Nach kurzer Zeit erreichten wir den ersten Ort Chacao

Es ist Ebbe und die Frauen sammeln Muscheln

Dann ging es nach Ancud.

Hier besuchten wir ein Museum

Walskelett im Museum

Am 22. Mai 1960 wurde Ancud von einem schweren Erdbeben mit anschließendem Tsunami stark zerstört. Dem Beben fielen unter anderem die Kathedrale zum Opfer, die später in verkleinerter Form wieder aufgebaut wurde.

Unser Guide fragte, ob wir alle einverstanden sind das Mittagessen gemeinsam einzunehmen. Allerdings nicht in einem Restaurant, sondern bei einer Familie zu Hause. Mhhhhh….klingt ja jetzt irgendwie wie Kaffeefahrt denken wir. Es kostet nur 10.000 chilenische Pesos und es gibt Salat, Brot , Wein und 2 lokale Hauptgerichte. Klingt ja gut und so stimmen alle zu. Die Familie wohnt in einem kleinen Ort – Dalcahue – oben auf dem Berg. Und dann sind wir da. Im Garten wird schon das Fleisch gegrillt.

Also mit Wohnzimmer hat das wenig zu tun. Hier passen mehr Leute rein, als in die meisten Lokale

Es gibt Salat mit Muscheln. Brot mit einer Salsa ( Tomaten, Zwiebeln, Öl, Koriander). Dann gibt es eine Hühnersuppe – und wer will es gibt von allem Nachschlag – auch von den Getränken.

Dann kommen die Hauptgerichte. Christian hat eine Curantos – Muscheln so groß wie wir sie noch nie gesehen haben zusammen gedünstet mit geräuchertem Fleisch und Wurst und dazu Kartoffeln

Und ich hatte Lachs mit Schellfisch und Kartoffeln

Kaffee und Tee gab es dann draußen mit dieser Aussicht. Das Mittagessen war einfach sagenhaft toll und lecker.

Wir besichtigen auch den Ort Dalcahue

Dann fahren wir in die Hauptstadt von Chiloe — nach Castro. Castro ist die drittälteste Stadt Chiles, die seit ihrer Gründung ununterbrochen bewohnt ist. An der Plaza de Armas mit ihren gepflegten Grünanlagen, dem Mittelpunkt Castros, erhebt sich die Hauptkirche der Stadt, die Iglesia de San Francisco, die – wie auch die anderen Holzkirchen auf der Insel in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde. Berühmt sind auch die palafitos genannten Pfahlbauten der Fischer an der Küste. Um die Pfahlbauten richtig sehen zu können, machen wir eine Bootsfahrt.

Dann war es mittlerweile 18:00 Uhr und wir hatten eine lange Rückfahrt vor uns. 22:00 Uhr waren wir dann endlich in unserem Hostel.

Tag 50 — Erkundung Puerto Varas und Puerto Montt

Nach einem guten Frühstück im Hostel, haben wir im Hostel erst einmal unsere Tour für morgen – einen Tagesausflug zur Insel Chiloe gebucht. Dann haben wir kurz vor 09:00 Uhr unseren Tag gestartet.

Hier unser Hostel von außen. Die Fenster im 2. Stock gehören alle zu unserem Zimmer

Und die historische Kirche neben unserem Hostel

Historisch ging es auch weiter. Wir haben einen Spaziergang durch dass historische Viertel mit seinen alten Holzhäusern gemacht.

Wir kamen am Busbahnhof vorbei und haben gleich Tickets für die Weiterfahrt nach Pucón am Freitag gekauft.

Dann sind wir auf den Hausberg von Puerto Varas – den Cerro Philippi gelaufen.

Und da ist er, der Vulkan Osorno

Auf dem Rückweg zum Zentrum

Dann nehmen wir der Minibusse die nach Puerto Montt fahren. Puerto Montt ist für das was wir die letzten Wochen gesehen haben eine ziemlich große Stadt. Und ehrlich gesagt auch ziemlich hässlich. Hier legen viele Kreuzfahrtschiffe an.

Wir gehen in einem echten und guten chilenischen Lokal essen

Und dann fahren wir auch schon wieder zurück nach Puerto Varas. Ich bin sooo froh, dass wir hier wohnen.

Der Vulkan Osorno zeigt sich jetzt noch besser

Das Wasser ist so klar, ich glaube ich habe noch nie so klares Wasser gesehen

Wir gehen noch Kaffe trinken mit lecker Kuchen und genießen am See den Ausblick auf die Vulkane

Der Vulkan Cabuco. Zuletzt 2015 ausgebrochen.

Übrigens sind hier viele deutsche Auswanderer. So steht bei jedem Kaffee wirklich Kuchen. Die Feuerwehr heisst Feuerwehr

Den Abend verbringen wir auf der Dachterasse von einem Pub mit Ausblick auf den See und die Vulkane