Tag 37 – El Chalten – Das Bergsteigerdorf

Pünktlich 07:15 Uhr saßen wir zur Abholung bereit. Der Bus kam gegen 07:45 Uhr und 08:00 Uhr sollte eigentlich der Bus vom Busbahnhof nach El Chalten gehen. Als wir am Busbahnhof ankamen standen dort schon Massen und ein Doppeldecker – Bus. Dann mussten wir den Voucher erst in ein Busticket tauschen und uns an der Schlange anstellen. Beim buchen vor drei Tagen wurde uns schon gesagt, dass das die letzten beiden Plätze im Bus sind und wir deshalb nicht zusammen sitzen können. Beim einsteigen in den Bus fragte uns dann die nette Dame, die die Tickets kontrolliert, ob wir zusammen sitzen wollen – Jaaa – dann bot sie uns an in einem zweiten Bus zu fahren, da hat sie noch Plätze. Der Bus fährt diesem Doppeldecker hinterher. Na super, das machen wir doch. Gegen 08:30 Uhr ging es dann los.

Zwischendurch gab es einen Halt auf einer Hacienda (Landgut mit Café).

Die ersten tollen Ausblicke aus dem Bus

11:30 Uhr waren wir in El Chalten. Erst einmal mussten alle aus dem Bus. Es gab eine Information und Aufklärung zum Nationalpark und den möglichen Touren und dem Wetter – getrennt nach englisch und spanisch.

FitzRoy vom Eingang Nationalpark aus

Dann ging es zum Busbahnhof.

Unser Cabanja (Hütte) war gleich 150 m vom Busbahnhof entfernt.

Hier ist wieder alles ganz anders. Steuer musst du zahlen, wenn du – egal ob bar oder mit Kreditkarte – in Argentinischen Pesos bezahlst. Zahlst du bar in US Dollar oder Euro zahlst du keine 20 % Steuer. Also haben wir heute in Euro gezahlt. Da unsere Hütte noch nicht fertig ist, lassen wir unseren großen Rucksack da und erkunden den Ort und gehen Mittagessen.

Gegen halb zwei kommen wir wieder. Wir können unsere Hütte beziehen – Boh hier hat locker 40 Grad in der Hütte.

So, wir schlüpfen in die Bergsachen. Wir wollen heute schon noch ein Stück laufen. Das Wetter ist hervorragend – windstill, sonnig und klare Sicht.

Oh Mann o Mann – ich habe seit 6 Monaten mal wieder Bergschuhe an. Das ist nicht schön. Hart, steif und mein Bein findet das ganz schön doof. Aber das wird bestimmt. Ich weiß ja noch, das meine Bergschuhe bequem waren. Noch dazu habe ich jetzt ganz neue. Nach der ersten halben Stunde geht es schon etwas besser. Unser Ziel der der Salto Grande (großer Wasserfall). Größtenteils auf kleinen Pfaden geht es dahin. Nur einmal müssen wir ein Stück auf der Nationalstraße Ruta 41 laufen – die ist nicht mal geteert, also staubt es entsprechend.

Plötzlich streift eine Gruppe Pferde unseren Weg. Ach ja wie schön, denken wir noch. Mh… dann sind die immer hinter uns.

Gut dann lassen wir sie vorbei. Dann gehen die Auf der Straße und wir wieder unseren kleinen Pfad entlang. Dann kommen 3 Pferde der Gruppe hinter uns her – ok – wir bleiben stehen – die traben auf uns zu – Scheiße – und dann kommt der Rest auf der Straße völlig aufgelöst. Ah die haben eines ihrer Fohlen verloren – und da ist es wieder. Aber uns wurde ganz anders. Etwas unsicher gehen wir weiter und dann sind wir am Wasserfall. Schöööön.

Gegen 18:00 Uhr waren wir wieder zurück. Oh Gott bloß schnell aus diesen Schuhen raus. Wir waren noch essen. Morgen müssen wir leider umziehen. Hier war nur für eine Nacht etwas frei.