Tag 86 – Komplizierter Grenzübergang nach Bolivien

Ohne Frühstück und im Dunkeln haben wir heute unser Hostel in Tilcara verlassen. Am Busbahnhof konnten wir bei einem Mann 2 Kaffee und 2 Medialunas kaufen. Der Bus zur Grenzstadt La Quiaca war ziemlich alt, ohne Lüftung und sehr voll. Wir sind übrigens die einzigen Touristen.

Dafür war die Landschaft atemberaubend schön.

11:00 Uhr waren wir dann in La Quiaca. So Rucksäcke aufschnallen und los geht es zu Fuß Richtung Grenze. Das sind ungefähr 800 Meter. Oh da ist schön das Schild.

So dann sind wir an der Grenze am argentinischen Schalter und jetzt beginnt das Drama. Ich bin relativ schnell fertig und bekomme einen Zettel.

Wichtig wann immer Ihr Zettel an irgendwelchen Grenzen bekommt, immer gut aufheben auch wenn er noch so unscheinbar oder sogar wie ein Kassenzettel aussieht.

Christian bekommt nichts außer viele Fragen. Dann muss ich mein Pass wieder abgeben. Und so langsam verstehen wir. Bei Christian fehlt ein Einreisestempel. Bei unserer letzter Einreise nach Argentinien, von Paraguay aus, hat die Grenzbeamte keinen Einreisestempel in seinen Pass gemacht. Daher vergleichen Sie alles mit meinem Pass. Das wäre ja vielleicht nur halb so schlimm. Das Problem ist, dass die Beamtin auch im System keinen Vermerk gemacht hat. Somit ist Christian für die argentinischen Behörden illegal in Argentinien. Na super. Wir müssen das Büro wechseln. Wir verstehen nicht mehr alles. Wir verstehen nur, er darf nicht wieder einreisen. Nach langem hin und her gibt die Beamtin Christian ihr Handy. Ihr hoffen, dass nun endlich jemand englisch spricht. Fehlanzeige, am anderen Ende der Leitung lässt jemand ein Band laufen, wo auf englisch erklärt wird, was das jetzt heißt. Na ja scheint ja wohl öfter mal vor zukommen. Das Band ist natürlich schlecht zu verstehen, noch dazu weil dicht neben uns der Grenzverkehr weiter läuft. Bolivianer wechseln munter hin und her. Dann erhält Christian ein Schriftstück das muss er unterschreiben. Sinngemäß musste er sich schuldig bekennen und wenn er jemals wieder nach Argentinien einreist, muss er sofort 50 US Dollar zahlen. Gut, auf jeden Fall sind wir jetzt raus aus Argentinien.

Auf bolivianischer Seite wollen wir in das Häuschen um unseren Einreisestempel zu holen. Aber ein Beamter winkt uns gleich wieder raus – brauchen wir nicht. Wir stehen ratlos draußen. Ehm….nee….das gibt bestimmt Ärger bei der Ausreise. Also wir wieder rein und wieder werden wir weggeschickt. Und dann stehen wir schon mitten in Villazon in Bolivien. Erst einmal Geld tauschen. Der Typ will uns auch gleich mal bescheissen…..oh man eh. Dann lassen wir von einem Taxi zum Busbahnhof fahren. Jetzt suchen wir einen Bus nach Tupiza. Wenn man den Schildern glaubt, gehen alle Busse erst 22:00 Uhr. Und jetzt haben wir halb zwölf. Ach ja, Zeitumstellung eine Stunde zurück war auch noch mit Grenzübergang. Am Schalter nachgefragt geht dann doch ein Bus um ein Uhr. Leider gibt es hier nichts zu essen. Ich gehe mal schauen , ob wir auch draußen sitzen können. Als ich wieder reinkomme, winkt Christian schon los, los es geht los. Was, Rucksäcke aufsetzen und winkt uns der Typ vom Schalter durch sein Büro durch und zeigt der Bus da. Dann sitzen wir inmitten von bolivianischen Frauen im Bus. Es gibt ewige Streitigkeiten wegen der Sitzplätze – unserer Sitzplätze die eine Bolivanerin unbedingt will – oh man. Dann geht es endlich mal los.

Die Fahrt dauert nicht lange, kurz nach 2 sind wir im Hostel.

Jetzt müssen wir schauen was wir machen. Wir haben ja nur für eine Nacht hier gebucht. Also Sachen abstellen und gleich wieder los. Im Hostel sitzt direkt jemand. Hier lassen wir uns beraten. Also das was wir eigentlich wollen, mal schnell für einen Tag zur Salar de Uyuni – das gibt es nicht. Die klassische Tour dauert 4 Tage. Er bietet uns zwei Tage an. Ok….wir gehen im Ort noch zu zwei weiteren Agenturen. Und letztendlich haben wir jetzt bei einer Agentur die 4 Tagestour zum Preis der 2 Tagestour gebucht. Und morgen früh 07:15 Uhr geht es los. Nach der Tour kommen wir in Uyuni an. Von da aus wollen wir dann gleich nach Sucre weiter. Das einzige was feststeht ist unser Flug am 4.3. von Sucre nach La Paz. Hostel in La Paz haben wir und eine Nacht in Sucre.

Kurz nach 18:00 Uhr waren wir wieder im Hostel. Es gewittert und regnet in Strömen. Mir brummt der Schädel heute. Ach wir sind jetzt übrigens auf 2850 Meter. Die nächsten Tage geht es immer weiter rauf.

So ihr lest dann am 3.3. wieder von uns.

Tag 85 – Pucara del Tilcara

Heute gehen wir zum Pucara del Tilcara. Das Pucara del Tilcara ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten Nordargentiniens, entstanden aus der Fundstätte eines alten indianischen Wehrdorfes der Tilcara-Indianer. Es liegt an einem äußerst guten strategischen Punkt über der Schlucht Quebrada de Humahuaca an der sich die Inkastraße kreuzt. Es befindet sich auf einem Hügel über der Stadt.

Vor der Besiedlung der Spanier war es einer der wichtigsten und bekanntesten Orte der Quebrada de Humahuaca mit einer Ausdehnung von 8 bis 15 Hektar und einem Alter von ungefähr 900 Jahren. Neben verschiedenen Wohnkomplexen gab es Gehege für Tiere einen Friedhof und einen Platz für verschiedene heilige Zeremonien.

Zuerst müssen wir über diese spektakuläre Brücke.

Von hier oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Berge und es gibt tolle Kakteen. Und die Ruinen sind natürlich auch toll. Wirklich tolle Anlage.

Nach der Besichtigung sind wir noch in den daneben liegenden Botanischen Garten gegangen. Allerdings hatte der nicht viel zu bieten…

Dann sind wir wieder zurück in den Ort zum Busbahnhof gelaufen. Nach etwas Recherche haben wir dann Bustickets für morgen gekauft. 07:30 Uhr geht unser Bus nach La Quiaca. Das ist der Grenzort zu Bolivien. An dieser Grenze kann man nicht rüberfahren, man muss zu Fuß über eine Brücke nach Bolivien laufen. Wenn die Grenzformalitäten geschafft sind, sind wir in Bolivien in Villazon. Dort suchen wir uns den nächsten Bus nach Tupiza. In Tupiza werden wir übernachten und entscheiden wohin es weitergeht. Der Plan ist, wenn die Salar de Uyuni (größter Salzsee der Erde) voller Wasser und damit ein riesiger Spiegel ist, dann wollen wir nach Uyuni um das zu sehen. Denn wir kennen die Salar de Uyuni im trocknen Zustand.

So jetzt ist es schon wieder Nachmittag. Wir suchen uns ein Lokal zum Mittagessen. Wow endlich Gemüse, wie toll…..

Und danach noch einen lecker Kaffee mit einem Stück Kuchen.

Den Rest des Tages und den Abend verbringen wir im Hostel.

Unser Innenhof

Der Blick von unserem Aufenthalts- und Frühstücksraum auf die Berge und unser Zimmer

Tag 84 – Tilcara

Noch vor dem Frühstück und bevor die Sonne über die Berge kriecht, sind wir in den farbigen Bergen von Purmamarca unterwegs, um die besondere Stimmung zu sehen.

Das war dann schon mal ein guter Morgensport. Kurz nach zehn haben wir das wunderbare Hotel verlassen und sind zum Busbahnhof gelaufen. 10:40 Uhr saßen wir dann im sehr vollen Bus nach Tilcara. Tilcara ist nicht weit weg, und so waren wir 12:00 Uhr schon in unsrem neuen Hostel.

Wir haben nur unsere Sachen abgelegt und sind dann gleich wieder los. Den Ort erkunden, eine Kleinigkeit essen und dann zum Teufelsschlund.

Tilcara hat ca. 6000 Einwohner und liegt auf 2400 Meter.

Hier einige Eindrücke vom Ort.

Das gab es heute zu Mittag – Chipas. Das sind gefüllte Teigtaschen.

Dann haben wir uns ein Taxi gesucht. es gab erst noch harte Preisverhandlungen. Wir haben uns mit dem Taxi zum Ausgangspunkt der Schlucht bringen lassen. Damit haben wir uns zwei Stunden Aufstieg und 500 Höhenmeter erspart.

Oh uns war gar nicht bewusst, dass der Ausgangspunkt auf fast 2900 Metern liegt.

Es ging erst einmal bergab. Dort war die Schlucht. Mhhh…… war jetzt nicht ganz so spannend. Aber dann ging es weiter runter ( senkrecht eine Leiter) und dann kam ein spannender Weg und tolle Ausblicke.

Jetzt gab es noch ein Schild zu einem Wasserfall. Den konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Allerdings mussten wir ungefähr hundertmal den Fluß überqueren. Und dann war er endlich da der Wasserfall.

So nun mussten wir ja alles wieder zurücklaufen. Nicht nur zurück zum Anfang der Schlucht. Nein auch die 6 Kilometer und 500 Höhenmeter runter in den Ort.

Nach 1,5 Stunden hatten wir es dann geschafft, wir sind wieder in Tilcara im Ort.

Puhhh……man gut, dass wir uns den Aufstieg erspart haben . Ganz schön viel gelaufen sind wir jetzt. Wir gehen auch gleich zum Essen. Und dann ab ins Hostel und duschen. Wir sind voller Staub.

Tag 83 – Purmamarca einer meiner neuen Lieblingsorte

Mit zehn Minuten Verspätung fuhr unser Bus heute los. Wir hatten heute die Plätze oben ganz vorne am Fenster. Und dennoch bin ich eingeschlafen. Mittlerweile bin ich so ans Busfahren gewöhnt, dass ich einfach bei dem geschuckel einschlafe. Aber kurz vor dem Ziel wache ich zum Glück auf. Hier die Eindrücke aus dem Bus

Viel früher als erwartet – nämlich kurz vor zwei waren wir in unserem Hostal bzw. Eco-Hotal. Wow ist das schön hier.

Blick aus dem Fenster

Wir essen das Beste Essen seit langem und drehen dann eine Runde durch das Dorf.

Übrigens sind wir hier auf 2192 Meter und es sind immer noch 30 Grad. Wir machen eine kleine leichte Wanderung, den Pasero Colores – Weg der Farben. Es ist unbeschreiblich schön.

Wir kommen wieder zurück zum Ortskern. Hier ist ein großer Markt.

Und ringsherum sind die tollen Berge

Den Abend verbringen wir in unserem wunderbaren Hostal .

Also mein ganz persönlicher Tipp: Wenn ihr mal weg wollt oder müsst , ich empfehle Euch Purmamarca. Ihr müsst auch nicht wie wir über 5000 Kilometer mit dem Bus zurücklegen. Fliegt einfach bis Buenos Aires, dann fliegt ihr nach Salta und von dort nehmt ihr den Bus. Es ist einfach toll hier. Natürlich nur wenn man so wie ich auf total abgelegene Orte und einsame Orte steht.

Morgen fahren wir weiter nach Tilcara.

Tag 82 – Salta: San Bernardo und Museum

Heute sind wir zu allererst zum Busbahnhof gelaufen. Auf dem Weg dorthin, kamen wir im Park San Martin vorbei.

Im Busbahnhof haben wir uns Bustickets für morgen gekauft. Da genau an unserem Schalter zwei lange Schlangen waren, hat es etwas gedauert. Morgen (Samstag) 10:30 Uhr fahren wir weiter in das sehr kleine Dorf Purmamarca. Wir waren ja bereits 2014 in Salta.

Damals hatten wir einen Tagesausflug in die wunderbare Umgebung von Salta unternommen. Allerdings hatten wir über 500 Kilometer an einem Tag zurückgelegt und waren überall nur kurz. So auch in Purmamarca. Die Gegend dort und das Dorf sind so schön, dass wir es auf jeden Fall noch einmal mit mehr Zeit besuchen wollen. Es ist bekannt für seine 7 – Farben – Berge. Übermorgen am Sonntag waren wir dann weiter nach Tilcara. Dort bleiben wir dann mindestens zwei Nächte und danach geht es rüber nach Bolivien.

So nun fahren wir mit der Seilbahn hoch auf den Hausberg der Stadt den San Bernardo. Im Osten von Salta ragt mit dem Cerro San Bernardo der Hausberg der Stadt rund 1470 Meter über dem Meeresspiegel auf. Kleine Wasserfälle und viel Grün machen den Hügel gemeinsam mit seiner fantastischen Aussicht zu einem beliebten Ausflugsziel von Salta.

Blick aus der Gondel

Oben angekommen

Gegen halb zwei waren wieder unten im Zentrum. Damit war es Zeit für das Mittagessen. Nachdem Essen sind wir in das Archäologische Museum mit den Mumien von Llullaillaco gegangen. Das Archäologische Museum von Salta (Museo de Arqueología de Alta Montaña oder kurz MAAM) heißt wörtlich übersetzt „Museum für Archäologie der hohen Berge“. Es wurde im Jahr 2004 eröffnet, um den Fund dreier Kinds-Mumien der Inka zu präsentieren, eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der letzten Zeit.

Die Inka – Mumien:

Die größte Attraktion des MAAM sind die nahezu perfekt erhaltenen sterblichen Überreste dreier Inka-Kinder, die auf dem Gipfel des Vulkans Llullaillaco gefunden wurden. Den Wissenschaftlern zufolge wurden sie kurz vor Ankunft der spanischen Eroberer als Menschenopfer dargebracht. Spuren deuten darauf hin, dass sie mit Maisschnaps betäubt und danach lebendig begraben wurden.

Durch die eisig trockene Luft auf 6.700 Metern Höhe wurden ihre rund 500 Jahre alten Leichen regelrecht mumifiziert. Auch im Museum werden die Mumien mit Hilfe einer stabilen Atmosphäre mit kontrolliertem Sauerstoffgehalt und gleichbleibender Temperatur weiterhin konserviert. Es wird immer nur eine der drei Mumien gezeigt. Im ersten Raum kann man ein Video sehen. Hier wird gezeigt, wie man die Kinder gefunden und geborgen hat. Es ist beeindruckend wie gut erhalten alles ist. Man darf im Museum nicht fotografieren, daher sind das nicht meine Bilder.

Nachdem Museumsbesuch sind wir ins Hotel. Heute Abend gehen wir noch einmal raus. Ab 22:00 Uhr ist hier dann auch Karneval. Allerdings wohl anders. Das wollen wir uns anschauen. Na ja schauen wir mal. Wenn es heisst 22:00 Uhr starten die bestimmt 23:00 Uhr und eh wir was sehen ist es wahrscheinlich Mitternacht.

Tag 81 – Wir sind in Salta

Die Nacht war gut und wir haben richtig geschlafen. Ich sogar bis heute 08:00 Uhr. Tja, man kann sich wirklich an fast alles gewöhnen. 11:30 Uhr sind wir in unserem Hotel in Salta.

Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, starten wir unsere erste Tour durch die Stadt. 2014 waren wir schon einmal hier. Daher sind wir gespannt was sich verändert hat bzw. Was wir wieder erkennen. Die Stadt ist voller Touristen und generell voller Menschen. So viele Menschen hatten wir lange nicht um uns herum. Und Salta ist immer noch so schön, wie wir es in Erinnerung haben.

Nachdem Essen ( es gab endlich mal Salate) gehen wir ins Hotel. Es müssen einige Sachen gewaschen werden und wir sind mal wieder auf der Suche nach dem Internet. Am Abend gehen wir noch einmal raus. Zuerst zum Park

Dann zur Kathedrale , die von Innen und Außen sehr beeindruckend ist.

Dann wollten wir noch eine Kleinigkeit essen, aber es gibt erst wieder etwas ab acht. Wir setzen uns trotzdem und schauem dem bunten Treiben zu.

Dann spielt eine Kapelle und bunte Gruppen machen sich bereit.

Wir gehen zur Kapelle und schauen uns das Ganze aus der Nähe an.

Es wird gespielt, gesungen und getanzt. Dann drehen wir noch eine Runde um den Platz. Am Abend sind die Gebäude schön beleuchtet.

Dann essen wir noch etwas und gehen ins Hotel. Die Bilder der letzten Tage sind jetzt auch online.

Tag 80 – Reisetag von Carlos Pellegrini nach Salta

Pünktlich 10:00 Uhr startet der Pickup. Die ersten 80 Kilometer fahren wir auf einer sehr staubigen Schotterpiste. Sobald ein zweites Auto auf der Piste fährt, kann man absolut nichts mehr sehen. Für die letzten 40 Kilometer gibt es dann eine asphaltierte Straße. So kommen wir gegen 13:00 Uhr in Mercedes an. Hier verabschieden wir uns von David und Anni, dem australischen Paar. Unser Bus fährt erst 15:50 Uhr und hier in diesem Ort gibt es nichts was man sich anschauen kann. So fragen wir in der Busstation, ob wir unsere großen Rucksäcke dort lassen können. Ja, gerade noch mal Glück gehabt, denn die Dame wollte gerade in die Pause. Sie kommt 15:00 Uhr wieder, fein das passt. So jetzt machen wir uns auf die Suche nach einem Lokal mit Klimaanlage und Internet. Relativ schnell werden wir fündig und so bleiben wir in dem Lokal einfach bis kurz vor drei. Dann gehen wir zum Busterminal und holen unsere großen Rucksäcke und warten auf den Bus.

Also dieser kommt, starten wir recht schnell. Knapp 4 Stunden brauchen wir bis Corrientes. Schnell schlafen wir ein…..

In Corrientes müssen wir wieder warten. Hier geht der Bus 20:55 Uhr. Auch dieser Bus ist pünktlich. Jetzt haben wir 14 Stunden Fahrt vor uns. Heute gibt es keine Bilder, denn es gab nichts zum fotografieren.

Tag 79 – Wir suchen die Tiere…..

Dank der Klimaanlage haben wir sehr gut geschlafen. 09:00 Uhr startet unsere „Tageswanderung“. Es wäre vielleicht besser gewesen 07:00 Uhr zu starten, dann wäre es nicht ganz so heiß gewesen. Wir befinden uns in einem Natur – Reserva. Das wird aber in den nächsten Tagen oder Wochen zum Nationalpark umbenannt. Dann wird das hier sicher noch teuerer und der Eintritt kostet dann Geld. Wir gehen mit Raul unserem Guide auf sicheren wegen über die Lagune und halten Ausschau nach Tieren.

Ach ja, Affen gibt es auch…
Wir befinden uns in der Esteros del Iberá.

Die Esteros del Iberá sind ein 13.000 km² großes Sumpfgebiet in. Es liegt in der Provinz Corrientes im Nordosten des Landes Argentinien.

Der Name Iberá stammt aus dem Guarani wo y vera „helles Wasser“ bedeutet. Das Gebiet ist eine Mischung aus Sumpf, Moor, Seen und Lagunen. Die Esteros del Iberá sind nach dem Pantanal in Brasilien das größte Feuchtgebiet  der Erde. 

Seit 1982 sind die Esteros del Iberá Teil einer Schutzzone, die 14 % der Provinz Corrientes ausmacht und damit das größte Schutzgebiet in Argentinien darstellt. Das Gebiet ist auch eines der wichtigsten Süßwasser-Reservoirs des Kontinents. Die UNESCO prüft zurzeit die Aufnahme ins Welterbe. Hier leben ungefähr 350 Vogelarten und eine große Anzahl von Alligatoren, Kaimane und der Capybara (Wasserschwein).

Also die Wasserschweine und Kaimane gibt es hier wirklich in großer Anzahl. Auch sehen wir viele Vögel. Ist nur irgendwie nicht ganz so einfach alle zu fotografieren.

Nach der Tour gehen wir durch das „Dorf“ und suchen den Hauptplatz. Hier soll es angeblich Internet geben. Und siehe da, nach einigen Versuchen sind wir drin…..

Dann essen wir eine Kleinigkeit und erholen uns im kühlen Zimmer von der Hitze. Wenn man vor der Lodge sitzt, kann man auch viele Vögel beobachten und noch mehr hören. Es ist absolut erholsam.

Zum Sonnenuntergang gehen wir die fünf Minuten bis zur Lagune und bestaunen das Farbspiel.

Am Abend im Dunkeln, gibt es dann noch eine Nachtwanderung. Ist ja irgendwie nicht ganz meins, im Dunkeln durch Gras und den Wald zu laufen und Tiere zu suchen. Glücklicherweise haben wir außer, Wasserschweine, Waschbären, Schmetterlingen und Füchsen nichts gesehen.

Morgen früh 10:00 Uhr geht es dann weiter. Wir werden erst zusammen mit den Australiern nach Mercedes gefahren. Dort wechseln die Australier das Auto und fahren nach Uruguay und wir warten 4 Stunden auf unseren Bus. Der bringt uns erst nach Corrientes. Dort geht dann 21:00 Uhr unser Nachtbus 14 Stunden nach Salta.