Tag 96 – Besuch der Schilfinsel Uros und der Insel Taquile

Heute hieß es wieder früh aufstehen – 05:30 Uhr klingelte der Wecker. Wir konnten schon einen tollen Blick auf den Titicaca-See genießen.

Kurz vor 07:00 Uhr wurden wir abgeholt. Wir sammelten noch ein paar Leute auf und dann ging es direkt zum Hafen. Über vier Boote stiegen wir in unser Boot.

Bevor es losging gab es noch ein kleines Unterhaltungsprogramm.

Es ging erst durch eine Wasserstraße durch Schilf

Und sahen wir die ersten Schilfinseln.

Wir besuchen eine dieser vielen Inseln. Jede Familie baut sich seine eigene etwa 30x50m große Insel, deren Haltbarkeit nur einige Jahre ist. Auf dem etwa 50cm dicken Mutterboden des Schilfs, der in etwa 1/4 qm großen miteinander verbundenen Würfeln zusammengefügt wird, werden viele Lagen von Schilfrohren im Kreuzverbund gelegt, sodass eine tragfähige aber noch mit etwas Seegang behaftete Grundfläche entsteht. Diese Insel wird dann mit Tauen an einem Punkt im Schilf verankert, damit sie ortsunveränderlich bleibt. Passt der Ort nicht (mehr), dann kappt man das Tau und verlegt die Insel um den gewünschten Weg.

Auf diese kellerlose “Bodenplatte” werden dann die benötigten Gebäude erstellt, es gibt auch Inseln mit Hotelzimmer, Restaurant und Schule. Die Inseln haben auch einen Garten und einen eigenen komorangesicherten Fischteich (Schutznetz), ebenfalls haben sie eine kleine Bucht für die besitzereigenen Boote. Wir haben einen Guide, der erklärt alles genau.

Neben dem Guide mit weißem Hut, dass ist der Präsident der Insel.

Wir können dann auch über die Insel laufen und uns alles anschauen.

Dann sind wir mit einem Boot aus Schilf – die Einheimischen nennen es Mercedes Benz – zur Hauptinsel gefahren.

Hier ging es nur darum, schnell ein Bild vor dem berühmten Schild zu machen.

Dann sind wir mit unserem Boot 2,5 Stunden zur Insel Taquile gefahren. Hier mussten wir über 500 Stufen hinaufsteigen. Dann gab es auf 4100 Metern Mittagessen.

Es gab eine Suppe, frisch gefangene Forelle und einen Tee bei herrlichem Ausblick.

Nachdem Essen sind wir noch zum Plaza de Armas gegangen. Auch hier waren wieder Kapellen unterwegs.

Dann ging es zurück zum Boot und die über 500 Stufen wieder runter.

Und dann ging es 2;5 Stunden zurück nach Puno.

Wir hatten einen tollen Tag und einen wunderschönen Ausflug. Eigentlich hatten wir das Zimmer nur noch für diese Nacht. Aber wir haben schon mal für eine Nacht verlängert. Wir müssen zwar das Zimmer wechseln, macht nichts.

Tag 95 – Über Copacabana nach Peru

Als uns der Bus vor dem Hotel einsammelt, ist der bereits echt voll. Mit den Leuten aus dem Hotel, passt dann wirklich keiner mehr hinein. Wir brauchen über eine Stunde,um aus La Paz herauszukommen. Kurz danach konnten wir bereits den Titicacasee sehen.

Nach knapp vier Stunden mussten wir mit einem Boot und der Bus mit einer Fähre übersetzen.

Kurz vor 12:00 Uhr waren wir in Copacabana am Titicaca-See.

Hier hatten wir eine Stunde Aufenthalt und den Bus mussten wir wechseln. Also erst die großen Rucksäcke in den neuen Bus umladen und dann gingen wir an den Strand.

Wir haben Kaffee und einen frischen Saft getrunken und dann mussten wir schon wieder zum Bus. 2014 waren wir länger hier in Copacabana. Daher haben wir uns dieses mal für die peruanische Seite am Titikaka-See entschieden. Bevor der Bus losfuhr, mussten wir schon die Ausreisezettel ausfüllen. Die Grenze ist nur 15 Minuten entfernt. Kurz vor der Grenze mussten alle aussteigen und zum Grenzhäuschen laufen. Witzigerweise war genau an der Grenze ein Fest.

Dann sind wir zu Fuß nach Peru gelaufen.

In Peru wird die Aufenthaltsdauer per Hand eingetragen. Ich darf nur 45 Tage bleiben, Christian 90 😳

Auch gruppieren sich schon wieder die Kapellen. Es handelt sich vermutlich um eine Art verlängerten „Kehraus“.

Auch auf der Weiterfahrt gab es immer wieder Feste.

Mit dem Grenzübergang haben wir unsere Uhren wieder eine Stunde zurück gestellt.

16:30 Uhr waren in Puno und in unserem Hotel. Wir haben ein tolles Zimmer ganz oben und mit einem Balkon und einem kleinen Wohnzimmer. Der Preis des Penthouses: Treppensteigen bis in den 6. Stock – puuuuh. Nicht zu vergessen wir sind immer noch auf 3800 Meter.

Ach ja, wir haben gleich bei Ankunft im Hotel einen Ausflug für morgen gebucht.

Nach einer kurzen Pause sind wir in die Innenstadt gegangen: Kirche anschauen, Geld holen und Restaurant suchen. Auf der Speisekarte finden wir hier auch das Cuy (Meerschweinchen), wir entscheiden uns aber für das Tagesmenü mit Pasta und Hühnchen. Christian trinkt hier den ersten Pisco seit Chile.

Die Kathedrale

Der Plaza de Armas

Die Fußgängerzone

Und bei Nacht

Blick von unserem Balkon