Tag 102 – Großer Ausflug in das Heilige Urubamba Tal

06:30 Uhr sollen wir am Plaza San Blas sein, dass ist der Platz von unserem Viertel. Und fünf Minuten von unserem Hotel entfernt. Also gehen wir 06:15 Uhr los. Vorher essen wir wieder die Semmel aus unserer vorbestellten Lunchbox mit Kaffe und Tee. Die Besitzerin des Hotels ist auch schon wach, so gibt es noch einen kleinen Plausch. Am Plaza San Blas treffen wir ein australisches Paar und unterhalten uns mit denen noch nett, bis wir abgeholt werden. Allerdings holt uns nicht wie erwartet ein Auto, sondern ein Guide. Im Eiltempo rennen wir die kleinen Gassen hinunter. An der nächsten Ecke sollen wir warten, dann kommt er mit einer weiteren Familie und einer Mitarbeiterin der Agentur zurück. Und weiter geht es runter in die Stadt im Sauseschritt. Jetzt stehen wir auf einem Platz mit vielen Touristen und Autos, ab rein in ein Auto und los geht es 07:00 Uhr. Die ganzen Guides die uns zu diesem Platz gebracht haben, sind nicht mehr im Auto, dafür Felicia und der Fahrer. Felicia wird uns heute in englisch und spanisch durch den Tag begleiten. Unser erster Stopp ist in dem Ort Chinchero. Wir gehen wir auf das Grundstück einer Familie, dass direkt an einer Lagune liegt. Es gibt auch Semmeln und Tee mit Cocablättern und frischer Minze.

In Chinchero besuchen wir eine Kooperative. Hier wird uns gezeigt, wie aus natürlichen Mitteln Farben gewonnen werden und Seife zum wachen der Alpakawolle. Sehr beeindruckend.

In Chinchero gibt es auch eine Kirche, die aus der Inkazeit stammt. Man darf leider nur Fotos von außen machen. Es ist von außen schon sehr beeindruckend, aber von drinnen war es das noch mehr…

Nun geht es nach Moray. Die Inka – Anlage Moray ist eine Anlage, bestehend aus mehreren Terrassen in verschiedenen Höhen. Sie wurde in drei größeren natürlichen Dolinen verschiedener Tiefe errichtet. Die mit über 70 Metern tiefste Doline, deren unterste 28 Meter mit Terrassen versehen sind, heißt Qechuyoq. Die ersten sieben Terrassen, die ungefähr 15 Meter überspannen, sind konzentrisch angeordnet. Die achte Terrasse bricht in nordwestlicher Richtung aus dem Schema aus und verbreitert hier die Anbaufläche auf der siebten Terrasse. Die restlichen Terrassen folgen dem Verlauf der achten. Bis auf in der größten Senke sind die Anlagen konzentrisch und kreisförmig. Bis vor 50 Jahren wurden auf dem Gelände Kartoffeln und Gerste angebaut. Durch die Terrassierung und die Anordnung im Rund ergibt sich eine Überlagerung des Makroklimas mit etlichen, für jede Terrasse verschiedenen Mikroklimaten. Möglicherweise diente Moray den Inka als Agrarversuchsfeld zum Studium des Einflusses dieser Mikroklimate auf den Pflanzenwuchs. Definitiv ist es auch heute noch sehr beeindruckend.

Wir fahren weiter zu den Salzterassen von Maras. Hier klammern sich an die 3.000 künstlich angelegte terrassenförmige Becken an die steilen Hänge der Cordillera Urubamba. Sie wurden bereits von den Inka zur Salzgewinnung angelegt und zählen heute noch zu einer wichtigen Lebensgrundlage der regionalen Bevölkerung, von der jede Familie zwischen fünf und zehn Becken bewirtschaftet.

Da jetzt gerade Regenzeit in Peru ist, sehen die Becken so braun aus und es kann kein Salz gewonnen werden.

So jetzt geht es nach Urubamba zum Mittagessen. Für 10 Soles, also 2,70 Euro können wir hier essen. Es gibt ein riesiges Buffet und Kaffe und Tee sind auch inklusive.

So auf nach Ollantaytambo. Die Stadt liegt in einer Höhe von 2792 Metern am Fluss Uruhbamba. Nach einer Legende soll ihr Gott die Inka angeleitet haben, die Stadt zu bauen.

Ollantaytambo ist das einzige verbliebene Beispiel für Stadtplanung aus der Inak – Zeit. Die Gebäude und Inka – Terrassen sowie die engen Gassen der Stadt befinden sich noch in ihrem ursprünglichen Zustand. Auf der bergzugewandten Seite von Ollantaytambo befindet sich ein imposanter Inka-Komplex, der, auf Grund seiner außerordentlich starken Mauern, landläufig fortaleza (dt. Bollwerk oder Festung) genannt wird. Tatsächlich war dieser Komplex strategisch günstig gelegen, um das Heilige Tal der Inka zu dominieren. Also ganz ehrlich, ich finde das fast beeindruckender als Machu Pichhu. Ach ja und es ging mal wieder mindestens eintausend stufen hoch und runter.

Hier haben wir uns von 10 Leuten verabschiedet, die hier in den Zug nach Aguas Calientes steigen, um morgen Machu Pichu zu besuchen. Wir waren 2014 in Machu Picchu. Die restlichen 8 Leute fahren jetzt nach Pisac. Eigentlich dachte ich, wie besuchen hier einen Markt. Aber nein, es gibt noch eine Inka – Stadt. Pisac ist eine Stadt, und frühere Bergfeste der Inka.

Der Stadtkern Pisacs besteht aus zwei Teilen. Die eigentliche Stadt ist der eine Teil, der andere ist der heilige Bezirk. Eine lange Treppe führt hier von den Häusern zum höchsten Plateau hinauf.

Dann ging es zurück nach Cusco. Kurz vor sieben waren wir in Cusco. Es war ein toller Tag. Uns war bis vor kurzem nicht bewusst, dass es in der Umgebung von Cusco sooooo viel mehr wie Machu Picchu gibt. Es war ein toller Tag und das Beste , wir waren mehr draußen als im Auto.

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