Tag 148 – Ankunft in Puyo im Amazonasgebiet

Kurz nach 09:00 Uhr fuhr unser Bus heute nach Puyo ab. Während der Fahrt konnten wir einmal wieder sehen, wie grün Ecuador ist. Egal ob auf 4000 Meter oder weiter unten alles ist soooo grün.

Schon während der Busfahrt fing es an zu regnen. Tja so ist das nun mal im Regenwald 😊. Aber der Vorteil ist, es ist warm. Kurz vor 13:00 Uhr waren wir in unserem Hostel.

Sachen abstellen und weiter gehts. Erst einmal etwas essen. Na ja das war heute reine Nahrungsaufnahme, lecker Essen ist etwas anderes. Dann sind wir zum Busbahnhof gelaufen um uns zu erkundigen wann welche Busse in Richtung Coca fahren. Wir haben eine Gesellschaft gefunden, die tagsüber nach Coca fahren. Aber jetzt haben wir hier erst einmal eine Menge anzuschauen. Bis jetzt hat es so vor sich hingetröpfelt. Jetzt regnet es den typischen Regenwaldregen. Wir gehen noch in den Supermarkt und dann ins Hostel. Eine halbe Stunde später ist der Regen vorbei und wir können unsere Erkundungstour starten. Zuerst gehen wir zum Rio (Fluss) Puyo.

Hier gibt es einen schönen Weg zum lang spazieren.

Nach diesem tollen Spaziergang sind wir Kaffee trinken gegangen und dann zurück zum Hostel.

So sehen hier übrigens die Straßen kurz hinter unserem und somit dem Zentrum aus.

Wir sind anscheinend die einzigen Touristen hier im Ort. Zumindest haben wir noch keine weiteren gesehen.

Tag 147 – Erkundung Riobamba Teil 2

Eigentlich wollten wir heute einen Ausflug mit dem Zug machen. Aber dafür hätten wir sehr früh aufstehen müssen und dazu hatten wir nach dem gestrigen Tag keine Lust. So haben wir es gemütlich angehen lassen. Nachdem Frühstück sind wir zum Busbahnhof gelaufen um Tickets für morgen nach Puyo zu kaufen. Dort schaute man uns komisch an…..Tickets heute kaufen für morgen…nein. Die gibt es morgen früh…ok.

Ach ja: Wir werden nicht gleich nach Coca fahren. Es fahren nur Nachtbusse die 12 Stunden brauchen. Die Busse hier in Ecuador sind nicht so komfortabel wie wir Busse sonst in Südamerika kennen. Es sind ganz einfache Busse ohne Toilette oder bequeme verstellbare Sitze. Daher wollen wir nicht in der Nacht und auch nicht zu lange fahren. Also fahren wir Richtung Coca. Puyo wird bestimmt schön. Das liegt schon im Amazonasgebiet.

Nachdem Busbahnhof haben wir noch Kleinigkeiten in der Apotheke gekauft. Ihr wisst ja noch, dass man hier Shampoo, Spülung etc. in der Apotheke bekommt 😀 Nur Duschgel gab es mal wieder nicht. Dann noch Bargeld abheben und das gleich ins Hotel bringen. Wir haben dann noch die Übernachtung für 2 Nächte in Puyo gebucht. Oh….jetzt spielt Bayern …mal schauen, ob das hier im Fernsehen läuft. Und tatsächlich, das Spiel wurde hier übertragen. Nach der ersten Halbzeit hatte Christian genug vom Spiel und wir sind wieder rausgegangen. Das heute Sonntag ist, konnten wir deutlich merken. Alles war ruhig und entspannt. Sehr wenige Autos und fast alle Läden und Restaurants hatten geschlossen. Wir haben einen Stadtplan mit verschiedenen Strecken bekommen. Davon haben wir uns einen Weg ausgesucht und den sind wir abgelaufen.

Zuerst kamen wir zu einem Park.

Es geht einige Stufen nach oben. Und dann haben wir einen tollen Ausblick auf die Stadt und Umgebung.

und die Kirche San Francisco

Da die Kirche gerade offen ist, gehen wir runter und schauen uns die Kirche von innen an.

Das ist übrigens die einzige Kirche die wir in den ganzen Tagen von Innen besichtigen konnten. Alle anderen waren und sind immer geschlossen. Wir setzen unseren Spaziergang fort. Noch ein Blick zurück zum Park von der anderen Seite.

Hier in Riobamba gibt es wirklich tolle alte Häuser. Wenn hier mal so richtig investiert werden würde, dann wäre das ein schöner Stadtkern.

Der Springbrunnen ist heute auch in Betrieb.

Zum Mittagessen sind wir heute in ein Lokal gegangen indem es nur Fisch und Meeresfrüchte in allen Varianten gab. Danach haben wir in einem Café noch Capucchino und Moca Frappé getrunken. Und dann war es schon Nachmittag und wir brauchten eine Pause. Am Abend sind wir noch einmal raus.

Tag 146 – Der Chimborazo

Heute wollen wir zum Chimborazo – also nicht auf den Gipfel, aber bis zur Hütte. 07:00 Uhr sitzen wir beim Frühstück und dann geht es in Winter – Berg – Klamotten mit dem Taxi zum Busbahnhof. Oh, statt 08:30 Uhr geht der Bus schon 08:00 Uhr, na da hatten wir ja mal wieder Glück, denn das ist jetzt gleich. Die Fahrt dauert etwas über eine Stunde. Während der Busfahrt blitzt der Chimborazo schon mal aus den Wolken.

Der Chimborazo ist ein inaktiver Vulkan. Über seine Höhe gibt es verschiedene Angaben. Er ist 6310 Meter hoch, nach neueren Messungen aber wohl nur noch 6267 Meter hoch. Er ist der höchste Berg Ecuadors. Sein Durchmesser beträgt an der Basis etwa 20 km. Der Chimborazo liegt innerhalb des Naturreservates Reserva de Produccion Faunistica Chimborazo, das dazu dient, den Lebensraum für die in den Anden heimischen Vicuna, Lama und Alpaka  zu schützen.

Der Gipfel des Chimborazo ist wegen seiner Nähe zum Äquator der Punkt der Erdoberfläche, der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt ist. Dass er hierin den wesentlich höheren Mount Everest übertrifft, liegt daran, dass die Erde aufgrund der Rotation und der sich daraus ergebenden Fliehkraft keine Kugel ist, sondern ein Rotationsellipsoit dessen Radius an den Polen kleiner und am Äquator größer ist. Nimmt man den Erdmittelpunkt als Bezugspunkt, so übertrifft nach Senne (2000) der Chimborazo (1° südl. Breite, 6384,557 km vom Erdmittelpunkt) den Mount Everest (28° nördl. Breite, 6382,414 km vom Erdmittelpunkt) um mehr als zwei Kilometer.

Kurz nach 09:00 Uhr waren wir im Reservat. Mit uns sind übrigens nur noch 4 weitere Menschen ausgestiegen.

Auf 4386 Metern starten wir unsere Wanderung. Wir sind übrigens die Einzigen die laufen. Alle anderen fahren mit Autos und Bussen hoch bis auf 4800 Metern. Da wir immer an und auf der Straße gehen, hupen viele und rufen uns zu.

Und da Vikunas direkt vor uns

Und dann zeigt sich der Chimborazo

Ein Blick zurück zum geschafften Weg.

Und weiter gehts

Kurz nach 11:00 Uhr sind wir an der ersten Hütte auf 4800 Metern.

Hier machen wir kurz Pause. Dann steigen wir zur nächsten Hütte auf 5000 Metern auf. Um dem Weg dorthin gibt es viele Gedenktafeln für die verunglückten Bergsteiger

Und ein Denkmal

Blick zurück zur Hütte und ins Tal

Und da ist wieder der Berg und im Hintergrund sehen wir schon die Whymper – Hütte

Yeah….wir sind auf 5000 Meter

Oh nö…. Christian will noch weiter…..nur noch 50 Meter da gibt es eine wunderschöne Lagune…grrr…na gut

Aus den 50 wurden dann doch 100 Höhenmeter.

Jetzt wurde es Zeit für den Abstieg. Der Chimborazo war komplett hinter dicken Wolken verschwunden. Es wurde kälter und wir waren bald komplett von Wolken eingeschlossen.

Es fing an zu hageln und im Hagelsturm stiegen wir ab und liefen zum Eingang des Parks. Dort regnete es dann in Strömen. Wir fragten einen Angestellten wann der nächste Bus kommt – in einer halben Stunde. Wir stellten uns unter und dann gingen wir raus…..denn wir müssen den Bus anhalten wenn er kommt. Wir stehen gerade eine Minute an der Straße unter einem kleinen Dach, da kommt ein Bus. Wir rennen auf die Straße und winken…..Jaaaa er fährt nach Riobamba. Oh man….was für ein Glück. Kurz nach vier kamen die erschöpft m Hotel an. Erst einmal eine heiße Dusche, kurze Pause und dann etwas essen. Wir sind völlig ausgehungert. Als wir aus dem Hotel kommen ist schon wieder halli galli auf der Straße….

Heute gehen wir zum Italiener. Es gibt Pizza und Lasagne. Zum Nachtisch gehen wir einen Laden weiter….es gibt lecker Churros

Und dann ausruhen und entspannen. Wir sind heute übrigens 20 Kilometer und 700 Höhenmeter bis auf 5100 Meter gelaufen.

Tag 145 – Wir erkunden Riobamba

Nachdem wir gestern nicht weit gekommen sind, erkunden wir heute Riobamba. Riobamba ist keine typische Touristenstadt. Die meisten Touristen die hier sind, wollen den Chimborazo besteigen. Riobamba liegt in der zentralen Sierra in 2750 Metern Höhe in einem Becken der Anden im Tal des Flusses Rio Chambo. Es ist umgeben von den schneebedeckten und zum Teil aktiven Vulkanen Chimborazo (6310 m), El Altar (5319 m), Carihuairazo (5020 m), Tungurahua (5023 m), Cubillin (4711 m) und Sangay (5230 m). Bis auf den Sangay sind alle von der Stadt aus zu sehen. Aufgrund der vielen Wolken hatten wir bisher noch nicht das Glück. Auf dem Weg in die Altstadt kamen wir an dem tollen Wandgemälde und dem Bahnhof vorbei.

In der Altstadt gibt es viele Kirchen, Parks und Märkte

Auf dem Rückweg sind wir zur Tourist – Information gegangen. Hier haben wir viele Karten und Informationen erhalten. So das für uns fest steht, wir verlängern unseren Aufenthalt hier um weitere zwei Nächte. Da uns unser Hotel und die Gegend super gut gefallen, bleiben wir in dem Hotel. Wir sind noch Mittagessen gegangen und dann geregnet hat haben wir eine Pause im Hotel gemacht.

Unsere Straße..

Am späten Nachmittag sind wir zum Busbahnhof gelaufen um uns zu erkundigen wann Busse zu unserem nächsten Ziel Coca fahren. Ja, wir haben unseren Plan komplett geändert, wir fahren nicht zurück nach Peru und auch nicht in die Berge. Wir fahren in den Dschungel und werden mehrere Tage mit verschiedenen Booten erst auf dem Napu und dann auf dem Amazonas bis Brasilien schippern.

Am Abend waren wir in unserer Straße noch ein Bierchen trinken.