Tag 146 – Der Chimborazo

Heute wollen wir zum Chimborazo – also nicht auf den Gipfel, aber bis zur Hütte. 07:00 Uhr sitzen wir beim Frühstück und dann geht es in Winter – Berg – Klamotten mit dem Taxi zum Busbahnhof. Oh, statt 08:30 Uhr geht der Bus schon 08:00 Uhr, na da hatten wir ja mal wieder Glück, denn das ist jetzt gleich. Die Fahrt dauert etwas über eine Stunde. Während der Busfahrt blitzt der Chimborazo schon mal aus den Wolken.

Der Chimborazo ist ein inaktiver Vulkan. Über seine Höhe gibt es verschiedene Angaben. Er ist 6310 Meter hoch, nach neueren Messungen aber wohl nur noch 6267 Meter hoch. Er ist der höchste Berg Ecuadors. Sein Durchmesser beträgt an der Basis etwa 20 km. Der Chimborazo liegt innerhalb des Naturreservates Reserva de Produccion Faunistica Chimborazo, das dazu dient, den Lebensraum für die in den Anden heimischen Vicuna, Lama und Alpaka  zu schützen.

Der Gipfel des Chimborazo ist wegen seiner Nähe zum Äquator der Punkt der Erdoberfläche, der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt ist. Dass er hierin den wesentlich höheren Mount Everest übertrifft, liegt daran, dass die Erde aufgrund der Rotation und der sich daraus ergebenden Fliehkraft keine Kugel ist, sondern ein Rotationsellipsoit dessen Radius an den Polen kleiner und am Äquator größer ist. Nimmt man den Erdmittelpunkt als Bezugspunkt, so übertrifft nach Senne (2000) der Chimborazo (1° südl. Breite, 6384,557 km vom Erdmittelpunkt) den Mount Everest (28° nördl. Breite, 6382,414 km vom Erdmittelpunkt) um mehr als zwei Kilometer.

Kurz nach 09:00 Uhr waren wir im Reservat. Mit uns sind übrigens nur noch 4 weitere Menschen ausgestiegen.

Auf 4386 Metern starten wir unsere Wanderung. Wir sind übrigens die Einzigen die laufen. Alle anderen fahren mit Autos und Bussen hoch bis auf 4800 Metern. Da wir immer an und auf der Straße gehen, hupen viele und rufen uns zu.

Und da Vikunas direkt vor uns

Und dann zeigt sich der Chimborazo

Ein Blick zurück zum geschafften Weg.

Und weiter gehts

Kurz nach 11:00 Uhr sind wir an der ersten Hütte auf 4800 Metern.

Hier machen wir kurz Pause. Dann steigen wir zur nächsten Hütte auf 5000 Metern auf. Um dem Weg dorthin gibt es viele Gedenktafeln für die verunglückten Bergsteiger

Und ein Denkmal

Blick zurück zur Hütte und ins Tal

Und da ist wieder der Berg und im Hintergrund sehen wir schon die Whymper – Hütte

Yeah….wir sind auf 5000 Meter

Oh nö…. Christian will noch weiter…..nur noch 50 Meter da gibt es eine wunderschöne Lagune…grrr…na gut

Aus den 50 wurden dann doch 100 Höhenmeter.

Jetzt wurde es Zeit für den Abstieg. Der Chimborazo war komplett hinter dicken Wolken verschwunden. Es wurde kälter und wir waren bald komplett von Wolken eingeschlossen.

Es fing an zu hageln und im Hagelsturm stiegen wir ab und liefen zum Eingang des Parks. Dort regnete es dann in Strömen. Wir fragten einen Angestellten wann der nächste Bus kommt – in einer halben Stunde. Wir stellten uns unter und dann gingen wir raus…..denn wir müssen den Bus anhalten wenn er kommt. Wir stehen gerade eine Minute an der Straße unter einem kleinen Dach, da kommt ein Bus. Wir rennen auf die Straße und winken…..Jaaaa er fährt nach Riobamba. Oh man….was für ein Glück. Kurz nach vier kamen die erschöpft m Hotel an. Erst einmal eine heiße Dusche, kurze Pause und dann etwas essen. Wir sind völlig ausgehungert. Als wir aus dem Hotel kommen ist schon wieder halli galli auf der Straße….

Heute gehen wir zum Italiener. Es gibt Pizza und Lasagne. Zum Nachtisch gehen wir einen Laden weiter….es gibt lecker Churros

Und dann ausruhen und entspannen. Wir sind heute übrigens 20 Kilometer und 700 Höhenmeter bis auf 5100 Meter gelaufen.

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