Tag 149 – Die kleinsten Orchideen der Welt

Heute haben wir viel vor. Wir starten mit dem Orchideengarten. Der Orchideengarten ist etwas außerhalb. Daher halten wir uns ein Taxi an. Der Taxifahrer weiß anscheinend nicht genau wo wir hinwollen, daher fragt er einen anderen Taxifahrer. Dann geht es los. Beim Orchideengarten angekommen sieht dieser geschlossen aus. Da zwei wilde Wachhunde hinter dem geschlossenem Tor sind, traue ich mich nicht weiter heran. Der Taxifahrer hupt einige Male – nichts rührt sich. Als wir gerade beschließen mit dem Taxi wieder zurück zu fahren, kommt ein Mann angelaufen. Ja, es sei geöffnet…..wir möchten bitte noch fünf Minuten warten. Wir geben dem Taxifahrer ein – alles Ok Zeichen – das Taxi fährt ab und wir warten hier im Nirgendwo. Dann kehrt der Mann zurück und wir betreten gemeinsam das Gelände. Er erklärt uns das er hier aus dem NICHTS einen funktionierenden Regenwald geschaffen hat. Er hat es geschafft, dass viele Tiere hier wieder beheimatet sind. So allein zum Beispiel vier Tucanarten. Ich frage ihn wie lange das gedauert hat….er sagt 40 Jahre. Wow. Dann zeigt uns einen Raum in dem er dokumentiert hat welche Tiere er in welchem Jahr auf dem Gelände gesehen hat. Sehr beeindruckend. Und dann führt er uns durch seinen Regenwald. Er zeigt und erklärt uns was man aus welcher Pflanze machen kann bzw. wozu man sie nutzen kann und nutzt. Dafür pflückt er Blätter die wir kauen bzw. riechen sollen. Die Blätter schmecken nach Zimt.

Dann nimmt er eine Lupe so wie sie die Uhrmacher verwenden in die Hand…..hält sie auf einen Baumstamm auf winzige Blätter und lässt und durchschauen….. Das ist fantastisch. Das sind kleine Orchideen.

Unglaublich, wir können es gar nicht fassen.

Es gibt natürlich auch sonst ganz wunderbare Blüten.

Die Bäume haben riesige und seltsame Wurzeln.

Die Führung dauert circa zweieinhalb Stunden. Fast jede Pflanze würde uns erklärt – was man aus ihr machen kann und macht. Wie sie riechen und schmecken. Welche Heilkräfte sie haben. Es war eine wunderbare Führung. Das Gelände ist wirklich weit außerhalb, aber es fährt hier der Bus vorbei. So warten wir mittlerweile im Regen zu Dritt auf den Bus. Dann kommt er, schnell rein. Da es stark regnet, beschließen wir erst ins Zentrum zum Mittagessen zu fahren. Also steigen wir im Zentrum aus, suchen uns ein Lokal und essen. Der Regen hat schon wieder aufgehört. Wir suchen uns wieder einen Bus und steigen in der Nähe vom Vogelpark aus. Das letzte Stück laufen wir. Wieder sind wir die einzigen Gäste. Die Anlage ist ganz schön, aber nicht wie erwartet. Es gibt hier überwiegend Hühner und Tauben. Es sind aber schon seltsame und schöne Exemplare dabei.

Wir laufen wieder bis zur Hauptstraße und versuchen ein Taxi anzuhalten. Mist alle schon besetzt. Nach einer Weile gelingt es uns dann doch. Wir lassen uns zum Haus der Affen bringen. Hier leben Affen, die entweder vom aussterben bedroht sind oder es in der freien Wildbahn nicht allein geschafft hätten. Die Affen sind hier nicht wirklich eingesperrt. Es ist eher so, dass der Mensch geschützt wird. Die Affen können jederzeit überall hin. Mit uns kommt gerade eine Niederländische Familie an. Wir bekommen eine kurze Führung mit Guide und Erklärung und dann können wir das Gelände selbst erkunden.

Es gibt hier auch noch Nasenbären…

Und einer ist mir doch tatsächlich auf den Kopf gesprungen…

Es war gar nicht so einfach den wieder loszuwerden.

Das Affengelände ist ziemlich weit weg vom Ort und von der nächsten Straße. So sind wir circa zwei Kilometer bis zur Straße ( im Regen) gelaufen. Dort haben wir uns dann an den Straßenrand gestellt und auf den nächsten Bus bzw. Taxi gewartet. Und nach wenigen Minuten kam ein Bus. Winken und rein da – perfekt. Im Zentrum angekommen haben wir einen Bankautomaten gesucht. Und dann haben wir eine tolle Bar gefunden, die Escobar. Hier gab es einen Moccacino und eine Eislatte.

Jetzt ab ins Hostel und Pause.

Ach ja, nachdem tollen Tag heute haben wir beschlossen noch eine Nacht länger zu bleiben. Das sagen wir gleich unserer Hostelbesitzerin und wir buchen gleich eine Ganztages – Dschungeltour.

Am Abend gehen wir noch einmal in die Escobar.