Tag 151 – Ankunft in El Coca (Puerto Francisco de Orellana)

Unser Bus fuhr pünktlich in Puyo los.

Da wir ja eh schon im Dschungel sind und bleiben, war die Fahrt sehr grün. Außeedem gibt es eine Unmenge an kleineren und größeren Flüssen, sodass wir über etwa 25 Brücken gefahren sind. Natürlich haben wir wieder an jeder Milchkanne angehalten. Aber der Bus ist ja nun mal das einzige Verkehrsmittel hier für die Bewohner. Für viele ist die Busfahrt der kleinere Teil des Weges. Ab der Milchkanne müssen sie teilweise noch stundenlang durch den Dschungel nach Hause. Gegen halb drei waren wir dann in Coca Am Busbahnhof.

Mit dem Taxi sind wir zum Hotel gefahren.

Sachen abstellen, kurze Hosen anziehen und Essen suchen. Es gibt viele Lokale, aber nur eins ist richtig voll. Ein Meeresfrüchte – Lokal direkt am Fluss. Hier setzen wir uns auch hin. Das Essen ist reichlich und sehr lecker. Dann schlendern wir am Flussufer entlang und erkundigen uns, wann welche Boote fahren. Und wir suchen Agenturen, da wir gerne in den Yasuní Nationalpark wollen. Doch alle Agenturen die wir im Internet gefunden haben, gibt es entweder nicht mehr oder sie sind zu. Als wir vor einer der verschlossenen Agenturen stehen, spricht uns einer an. Ob wir Informationen möchten, zwei Häuser weiter gibt es eine Agentur. Ja, davor wird immer gewarnt. Es gibt sogar Warnungen auf deutsch – aber wir kaufen ja nicht auf der Straße.

Ohne Agentur, Boot und Guide kommt man nun mal nicht in den größten Nationalpark Ecuadors und den artenreichsten der Welt (in dem pikanterweise auch die Erdölförderung des Landes liegt – ein nahegelegenen Ort/Kleinflughafen heißt einfach „Shell“). Also sind wir mitgegangen. Und wir haben eine super Beratung bekommen.

Morgen startet schon eine Gruppe. Es gibt hier wenige Touristen, so kommt nur selten eine Gruppe zusammen. Die Größe der Gruppe bestimmt den Preis – zu zweit wird alles teurer. Aber morgen, dass ist uns zu schnell. Und wir haben auch unser Hotel schon für zwei Nächte gebucht. Ok, neuer Vorschlag. Der Chef startet morgen mit der Gruppe und wir kommen am Samstag nach. Das Schnellboot dahin organisiert er uns. Und im Gegensatz zur Gruppe überqueren wir am Montag die Grenze nach Peru, um von dort aus weiter nach Iquitos/Peru und nach Brasilien zu schippern. Das klingt gut. Vor allem haben wir dann noch Unterstützung bei der Ausreise. Ist bestimmt nicht alles so eindeutig im Dschungel. Ok, wir gehen kurz raus um uns zu beraten….. und beschließen, das machen wir. Ach ja, wenn wir in Euros zahlen bekommen wir 8 % Rabatt. Der Chef ist nämlich mit einer Deutschen verheiratet und in zwei fliegt er nach Deutschland, daher nimmt er gern die Euros.

Also ab zum Hotel Geld holen und wieder zurück zur Agentur. In der Zwischenzeit hat er das Boot reserviert. Samstag 07:30 Uhr sollen wir wieder dort sein. Seine Angestellte bringt uns dann zum Boot.

Zwischenzeitlich ist es dunkel geworden. Wir laufen zurück zum Hotel. Mittlerweile sind viele Grillstationen wie Pilze aus der Erde geschossen und Rauch liegt in der Luft.

Der Plaza Grande de Coca ist beleuchtet, in der Stadt sind viele Menschen unterwegs.

Heute bleiben wir im Hotel. Wir waschen noch Wäsche und recherchieren, was uns im Nationalpark erwarten wird und was wir noch einkaufen wollen.