Tag 154 – Im Yasuni Nationalpark

Nach Katzenwäsche um 5:15 und Packen ging es um 6:00 mit einem Boot zurück zum Rio Napo. Nach einer guten Stunde erreichten wir unser erstes Ziel: einen 40m hohen Aussichtsturm mitten im Dschungel.

Neben dem atemberaubenden Ausblick ermöglicht diese erhöhte Position tolle Vogelbeobachtungen.

Wir sahen Tukane, Papageien, Affen und einiges mehr. Zum fotografieren leider zu weit weg. Im Anschluss ging es im Eilmarsch quer durch den Dschungel, da Hector eine große Pekari-Herde (Nabelschweine) ausgemacht hatte (über 100 Tiere). Dummerweise sind die Tiere aber ziemlich scheu. Als sie uns kommen hörten, hörten wir noch ein Riesengequieke und Getrampel, sahen aber nichts mehr…

Gesehen haben wir aber wieder eine ganzenReihe von tollen Insekten und Pflanzen. Die Insekten und Frösche sind wahre Meister der Tarnung und ohne die fachkundigen Augen unseres Guides wären wir des Öfteren an einem Blatt oder einem Grashalm vorbeigegangen.

Unser nächstes Ziel war Nuevo Rocafuerte, eine Grenzstadt am Rio Napo, wo wir alle Mittagessen und Sandra und ich hoffentlich unseren Ausreisestempel in den Pass bekommen. Der Ort ist die Geburtsstadt des aktuellen Präsidenten Lenin Moreno und daher ziemlich bekannt. Aktuell wird die Uferpromenade gerade gebaut, d.h. Vor dem Restaurant war eine große Baustelle.

Die Grenzstation war ein Büro am anderen Ende des Ortes. Wir liefen hin, das Büro war verschlossen. Nebenan gab es ein Dormitorio de Migración, was wir als Schlafsaal identifizierten. Nach wiederholtem „Buenos Tardes“ Rufen öffnete sich die Tür und ein Jugendlicher Grenzbeamter in Turnhose und T-Shirt öffnete uns. Obwohl wir ihn vermutlich aus seinem Mittagsschlaf gerissen hatten, war er keinesfalls unfreundlich und öffnete sein Büro.

In einem großen Buch vermerkte er unsere Daten, prüfte sorgfältig seinen Stempel und gab uns den erforderlichen Eintrag in unsere Pässe.

Im Anschluss ging es mit dem Boot – wie sonst – zu unserer nächsten Unterkunft den Rio Aguarica entlang. Erste Station war hier eine Kommune, die als Attraktion die Flussdelfine angefüttert hatte. Hier konnten wir die seltenen Flussdelfine mit Fischstückchen füttern.

Jetzt heißt es wieder Boot wechseln.

Danach fuhren wir zu unserer Unterkunft, wo wir die Zimmer bezogen und zügig weiterfuhren zum nächsten Programmpunkt: Angeln.

Die momentanen hohen Wasserstände sind allerdings nicht besonders hilfreich, sodass wir erfolglos nach einer Stunde abziehen mussten. Welch ein Unterschied zu unserem Aufenthalt in 2014, wo wir bei einem Ausflug im Minutentakt die Piranhas aus dem Fluss zogen.

Na, Abendessen gab es dann trotzdem und weiter ging es mit einer Nachtwanderung hinter der Lodge in den Dschungel. Nachts erlebt man den Dschungel noch intensiver, die Geräuschkulisse ist einfach beeindruckend.

Nach langem Tag ging es früh ins Bett, morgen hieß es zur Vogelbeobachtung um 5:30 aufstehen.

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