Tag 163 – Kleiner Grenzverkehr und Vorbereitungen für die Weiterreise

Am Frühstückstisch saßen wir zu viert und alle sprachen deutsch. Auch mal schön. Und das Frühstück bekommt man im Wohnzimmer des Hostelbesitzers Carlos. Der hat uns eine Art Yucacrepe gefüllt mit Rührei und Käse zubereitet. Nach dem Frühstück sind wir dann losgelaufen. Da der Himmel schon ziemlich grau aussieht, nehmen wir mal gleich die Schirme mit. Als erstes ging es ins Zentrum von Leticia zu einer Wechselstube. Wir hatten ja noch peruanische Soles. Die haben wir in brasilianische Reales gewechselt. Übrigens zu einem hervorragenden Kurs. Dann laufen wir nach Tabatinga. Das ist schon in Brasilien.

Wir mussten in Tabatinga noch eine ganze Weile laufen bis wir den Hafen bzw. einen Hafen gefunden haben.

Aber wo sind die großen Boote und wo gibt es die Tickets? Wir laufen noch weiter. Immer wieder gibt es kleine Märkte. Irgendwann fragen wir. Was ja nicht so einfach ist. Denn in Brasilien spricht man kein spanisch sondern portugiesisch. Aber es ging und wir wurden weiter geschickt, da der Hafen, den wir suchen wirklich ganz hinten ist. Dann noch an einem Fußballplatz und einer Baustelle vorbei und endlich sind wir da. Hier ist zum Glück eine Frau, die spanisch spricht. Wir lassen uns alles erklären und reservieren eine Kabine. Dann zeigt sie uns das Schiff. Die Oliveira II läuft morgen 12:00 Uhr aus.

Sieht aus der Ferne komfortabel aus. Aber wir stellen uns darauf ein, dass es sonst an Bord so wie auf dem letzten Schiff ist. Jetzt müssen wir einen Geldautomaten suchen , Geld holen , dann zurück und Tickets kaufen. Wir müssen wieder zurück zur Hauptstraße. Immer wieder regnet es. Dann finden wir endlich die Bank. Doch leider spuckt keiner der Geldautomaten Geld aus. So ein Mist. Das heisst wir müssen zurück nach Leticia, dort kolumbianische Pesos am Geldautomaten ziehen und in der Wechselstube tauschen. Es regnet in Strömen. Zum Glück kommt gerade ein Bus. Den halten wir an. Drüben in Leticia gehen wir zum Geldautomaten und heben 1,3 Millionen kolumbianische Pesos ab. Dann geht es wieder zur Wechselstube, um in brasilianische Reales zu tauschen. Auch hier ist der Kurs besser als der offizielle. Bevor es zurück nach Brasilien geht, essen wir etwas. Dann suchen wir den Bus und fahren wieder rüber, Laufen zum Hafen und kaufen die Tickets. Jetzt wieder zurück nach Leticia. Mittlerweile ist es Nachmittag und wir sind echt durch. Also ab ins Hostel und Pause. Ich schlafe erst einmal.

Später gehen wir noch einmal raus. Erst in ein Café und dann wollen wir hoch auf den Kirchturm. Wir haben gelesen, dass JEDEN Abend zum Sonnenuntergang Zehntausende Papageien aus dem Dschungel nach Leticia kommen. Sie fühlen sich hier sicherer. Das wollen wir uns anschauen. Schon auf dem Weg zum Park und zur Kirche überall Geschnatter. Dann geht es wieder steile Treppen und Leitern durch den Glockenturm bis ganz nach oben.

Und dann sind wir oben.

Dann geht es los. Wirklich Zehntausende kleine grüne Papageien kommen aus dem Dschungel. Es ist ein irres Geräusch, der Himmel verdunkelt sich.

Es ist ein irres Schauspiel und Erlebnis, dass sich nicht in Bildern darstellen lässt. Schwärme von Papageien fliegen in großer Höhe synchron und stürzen dann wie Steine vom Himmel an uns im Turm vorbei in die Bäume. Wir gehen runter in den Park. Hier sehen wir, das alle Bäume komplett voll mit den Papageien sind. Jeder Platz an jedem Ast ist besetzt.

Als es dunkel ist gehen wir. Wir nehmen uns ein TukTuk und fahren ins Hostel. Wir holen uns noch ein Bierchen und setzen uns vor unser Zimmer. Dann kommt Danny aus Deutschland vorbei und wir unterhalten uns lange Zeit.

Morgen geht es dann aufs Boot. Geplant sind 4 Tage und 3 Nächte. So das wir am Samstag in Manaus sind. Morgen früh müssen wir erst hier ausreisen. Dann in Tabatinga zum Flughafen und in Brasilien einreisen. Da es in Brasilien strenge Kontrollen gibt, müssen wir schon 09:00 Uhr am Schiff sein.