Tage 23+ 24- Rückfahrt auf der furchtbaren Drake Passage

Es war nicht ganz so schlimm wie auf der Hinfahrt – aber immer noch echt furchtbar.

2 Tage und 2 Nächte wieder leiden – nicht laufen können nur noch schwanken. Man kann nicht mal im Bett liegen, da einen die Wellen wieder rausheben und ständig denkt man das Schiff bricht auseinander, wenn wieder mal eine Monsterwelle dagegen knallt. Uns man trifft nur noch ein Bruchteil der Passagiere an und die Schiffsärztin eilt von Kabine zu Kabine.

Der Kapitän hat Vollgas gegeben, so dass wir am 26. 12. bereits am Eingang (Mündung) des Beagle-Kanals angekommen waren. Und so ein tolles finales Abendessen genießen konnten. Es gab auch noch einen Cocktail – Empfang mit der gesamten Crew und dem Kapitän. Und eine Bildershow mit den schönsten Momenten- Diese Bilder bekommen wir morgen als USB – Stick (in Form unseres Schiffes) auch mit.

Tag 10 – Patagonien – Halbinsel Valdes – Wale; Orcas und Pinguine

Sieben Uhr waren wir heute beim Frühstück. Und wir waren nicht die Ersten und nicht die Einzigen. Das halbe Hostel war schon auf den Beinen. Die hatten wohl auch alle eine Tour gebucht.

08:00 Uhr wurden wir von unserem Guide Hugo abgeholt. Und mit uns noch drei andere. Also waren wir eine kleine feine Fünfer Gruppe. Noch schnell tanken und dann ging es mit einem Kleinwagen auch schon los zur Halbinsel Valdes:

Wie schon geschrieben gehört die Halbinsel zum Weltnaturerbe. Der Plan ist, dass wir heute Wale, Orcas und Pinguine sehen.

Das Wetter könnte nicht besser sein. Keine einzige Wolke am Himmel. Wir sind schön mit Lichtschutzfaktor 50 eingecremt und haben auch noch Pullover, Allwetterjacke und Mützen im Rucksack.

Als erstes geht es zum einzig bewohnten Ort bzw. Dorf der Halbinsel nach Puerto Piramides. Von hier aus startet die Wal – Beobachtungsbootstour. Schwimmwesten anziehen und los geht es. Oh das ist ja nur ein besseres Schlauchboot:

… gut festhalten …

Und schon geht die Fahrt los. Wir bekommen eine kurze Erklärung was wir alles dürfen und wie die Kommandos lauten, wenn Wale gesehen werden. Und schon werden die ersten Wale gesichtet – Mutter mit Kind. Das könnt ihr Euch nicht vorstellen . 1,5 Stunden sind mehrere Wale DIREKT vor und neben uns – wir hören sie atmen und schnauben – ich könnte sie anfassen, so nah sind sie. Einfach toll.

Danach fahren wir eine Weile. Auf dem Weg zum nächsten Ziel – Orcas suchen – sehen wir Vikunjas, Eulen in einer Höhle und eine Tellergroße Spinne die, die Straße quert.

Wir kommen am Beobachtungspunkt für Orcas an und da nach kurzer Zeit sehen wir einen Orca in der Bucht – TOLL

Bei den Beobachtungspunkten gibt es auch eine Menge, Seelöwen, Robben und Seeelefanten. Sonst würde ja auch der Orca nicht kommen

Dann fahren wir zum nächsten Beobachtungspunkt für Orcas – und hier gibt es auch einen Mittagsnack – viel Zeit bleibt uns nicht – denn der Guide weiß wo der Orca ist also weiter gehts.

Zum Abschluss fahren wir noch zur Pinguin – Kolonie. Die sind so süß – und nicht zu vergessen alle freilegend in der Natur.

Gegen 19:00 Uhr sind wir wieder beim Hostel. Wir holen uns im Supermarkt noch Käse und Rotwein und sichten erst einmal die Bilder und Videos. Ich habe heute 159 Bilder gemacht…. Ach ja und wir haben Stress mit der Geldüberweisung für unsere Antarktis – Kreuzfahrt. Da sitzen wir auch noch eine Stunde lang dran.

Es war ein wunderschöner Tag mit einzigartigen Erlebnissen.

Tag 8 – Patagonien – Puerto Madryn

10:00 Uhr haben wir uns vom Taxi zum Flughafen fahren lassen. Der Flughafen für inländische Flüge liegt direkt am Rio Plata – das ist ein Fluß, ist aber so riesig, dass man denkt man sei am Meer

Am Flughafen an der Gepäckabfertigung war eine Megaschlange. Es ging aber alles recht schnell – auch die Sicherheitskontrolle. An zum Monitor und schauen zu welchem Gate wir müssen. Oh nein, unser Flug hat Verspätung. 12:30 Uhr sollten wir fliegen und jetzt steht da etwas von 14.05 Uhr. Na gut, wir laufen etwas auf und ab, nehmen einen Mittagsnack zu uns und lernen schon mal ein paar Spanischlektionen. Und dann haben wir auch mal ein Gate und das Einsteigen beginnt. Fast pünktlich fliegen wir ab. Der Flug dauert ca. zwei Stunden und dann landen wir in Puerto Madryn. Der Flughafen ist so klein wie der im Himalaya – es passt genau die eine Maschine drauf.

Wir warten kurz auf ein Taxi und lassen uns in unser Hostel fahren. Wir haben ein wunderschönes 3 – Bett Zimmer.

Wir laden kurz unsere Sachen ab und lassen uns gleich vom Hostel – Betreiber Eduardo in Sachen Touren beraten. Denn man kommt hier nicht wegen dem Ort Puerto Madryn her , sondern wegen der Touren zur nahe gelegenen Halbinsel Valdes. Dort gibt es Pinguine, Wale, Delphine und vieles mehr. Die Halbinsel gehört zum Weltnaturerbe. Puerto Madryn selbst ist kein besonders schöner Ort, aber ein sehr entspannter Ort. So wie viele Orte in Patagonien – Jaaa wir sind jetzt bereits in Patagonien. Wir sind direkt am Meer, es ist warm und nach so einer lauten Großstadt einfach nur schön.

Daher haben wir beschlossen heute noch nichts für morgen zu buchen, sondern morgen machen wir einen ganz ruhigen Tag – schön am Strand rumschlendern, im Garten in der Hängematte liegen….

Also sind wir heute auch noch ein bisschen durch den Ort gegangen. Wir sind am Pier am Meer entlang.

Und dann haben wir uns draußen in ein nettes Lokal gesetzt – herrlich.

Bis auf das lahme W-LAN ist hier alles toll.

Tag 6 – Buenos Aires – es ist Samstag und die Straßen sind leer

Bis Mittags hatten wir nur mit Papierkram zu kämpfen. Für unsere Antarktis -Expedition haben wir per E-Mail den Vertrag bekommen – 30 Seiten. Daher mussten wir uns das heute durchlesen und eine Menge unterschreiben und zurücksenden. Tja aber wie ausdrucken das Zeug? Also haben wir nett im Hotel nachgefragt – ja klar kein Problem. Als die Chefin dann merkte wie viel das ist, wollte sie doch etwas Geld haben. Aber 2,50 € sind durchaus angemessen. Also kurzum steht auf den 30 Seiten – egal was passiert – wir sind für alles verantwortlich die Crew und die Firma der das Schiff gehört ist für nix aber auch für gar nix verantwortlich. Was uns noch fehlt ist eine Notevakuierungsversicherung die eine Rettung von 150.000,00 US $ abdeckt. Da kommen wir online einfach nicht weiter. Aus den Reiseberichten von anderen Reisenden wissen wir, dass wir diese Versicherung auch direkt in Ushuia abschließen kann – die Frage ist nur ob Sarah – bei der wir gebucht haben, so lange warten kann und will.

Dann sind wir endlich mal raus gekommen. Huch, das ist aber ruhig heute auf den Straßen. Ah es ist Samstag und so gut wie niemand ist unterwegs. Es ist Mega entspannt und warm oder besser heiß.

Auf dieser Straße ist sonst 24 Stunden Stau

In den Nebenstraßen gibt es kleine Märkte

Ein riesiger Baum mit vielen Wurzeln

Wir benötigen Bargeld, daher suchen wir uns eine Bank. 1. Bank – Karte drin – kein Geld – 2. Bank – Karte im Automat wieder kein Geld – so ein Mist. Eigentlich wollten wir heute zum Palacio Barolo. Da wir da eh gerade vorbei kommen, kaufen wir die Eintrittskarten für die 16:00 Uhr Tour und zahlen mit Kreditkarte.

Hier gibt es die Karten:

Der Palacio Barolo -der rechte weiße Turm

Aber leider finden die Mädels nicht das Kreditkartengerät – das kann doch nicht wahr sein. Irgendwie nicht unser Tag heute – denken wir uns so. Aber nachdem sie den kleinen Kiosk komplett durchsucht haben finden sie endlich das Gerät – wir bezahlen und haben die Karten.

So weiter mit Plan A – einen funktionierenden Geldautomat suchen. Auch hier werden wir nach kurzer Zeit fündig – puh….Regel Nummer 1 Ruhe bewahren.

Jetzt schlendern wir noch etwas durch die Straßen und setzen uns dann in ein Straßencafé. Und dann es ist auch schon Zeit für unsere Tour im Palacio Barolo.

Der Palacio Barolo:

–> ist ein Bürogebäude mit 22 Stockwerken

–> ist 100 Meter hoch

–> zwischen 1919 und 1923 erbaut

Die alten Fahrstühle im Gebäude

Wir sind erst mit den alten Aufzügen in den 14. Stock gefahren. Hier wurde einiges über das Gebäude erzählt. Dann ging es über eine sehr, sehr schmale Treppe hinauf in den 20. Stock – hier konnten wir auf kleinen Balkonen raus. Wahnsinn die Aussicht:

Und in kleinen Gruppen geht es noch höher. Auf dem Dach befindet sich noch eine Glaskuppel – ein Leuchtturm. Hier passen nur 8 Menschen hinein.

Hier müssen wir wieder runter

In einer Etage gibt es noch eine große Terasse. Hier sehen wir das Gebäude und den Leuchttum:

Und dann geht es einen Teil der Stockwerke zu Fuß runter – alles Training 🙂

Die Führung hat 1,5 Stunden gedauert. Also suchen wir uns gleich ein Lokal zum Abendessen. Dann schlendern wir Richtung Hotel und gönnen uns noch eine lecker Nachspeise:

Ach ja Mädels schaut mal – das ist die aktuelle Schuhmode hier – Furchtbar wie ich finde:

Wir sind echt gespannt was morgen hier so ist. Denn morgen ist das Finalspiel der Copa Südamerika – also die beiden besten südamerikanischen Mannschaften spielen. Und dieses Jahr spielen 2 Mannschaften aus Buenos Aires gegeneinander. Das sorgt hier seit Wochen für Turbulenzen. Und jetzt kommt es – da hier alle und alles so mega angespannt ist , findet das Spiel nicht hier in Buenos Aires statt, sondern in Madrid. Public Viewing ist morgen verboten. Dennoch wird es sicher heiß her gehen. Warten wir es ab….