Tag 95 – Über Copacabana nach Peru

Als uns der Bus vor dem Hotel einsammelt, ist der bereits echt voll. Mit den Leuten aus dem Hotel, passt dann wirklich keiner mehr hinein. Wir brauchen über eine Stunde,um aus La Paz herauszukommen. Kurz danach konnten wir bereits den Titicacasee sehen.

Nach knapp vier Stunden mussten wir mit einem Boot und der Bus mit einer Fähre übersetzen.

Kurz vor 12:00 Uhr waren wir in Copacabana am Titicaca-See.

Hier hatten wir eine Stunde Aufenthalt und den Bus mussten wir wechseln. Also erst die großen Rucksäcke in den neuen Bus umladen und dann gingen wir an den Strand.

Wir haben Kaffee und einen frischen Saft getrunken und dann mussten wir schon wieder zum Bus. 2014 waren wir länger hier in Copacabana. Daher haben wir uns dieses mal für die peruanische Seite am Titikaka-See entschieden. Bevor der Bus losfuhr, mussten wir schon die Ausreisezettel ausfüllen. Die Grenze ist nur 15 Minuten entfernt. Kurz vor der Grenze mussten alle aussteigen und zum Grenzhäuschen laufen. Witzigerweise war genau an der Grenze ein Fest.

Dann sind wir zu Fuß nach Peru gelaufen.

In Peru wird die Aufenthaltsdauer per Hand eingetragen. Ich darf nur 45 Tage bleiben, Christian 90 😳

Auch gruppieren sich schon wieder die Kapellen. Es handelt sich vermutlich um eine Art verlängerten „Kehraus“.

Auch auf der Weiterfahrt gab es immer wieder Feste.

Mit dem Grenzübergang haben wir unsere Uhren wieder eine Stunde zurück gestellt.

16:30 Uhr waren in Puno und in unserem Hotel. Wir haben ein tolles Zimmer ganz oben und mit einem Balkon und einem kleinen Wohnzimmer. Der Preis des Penthouses: Treppensteigen bis in den 6. Stock – puuuuh. Nicht zu vergessen wir sind immer noch auf 3800 Meter.

Ach ja, wir haben gleich bei Ankunft im Hotel einen Ausflug für morgen gebucht.

Nach einer kurzen Pause sind wir in die Innenstadt gegangen: Kirche anschauen, Geld holen und Restaurant suchen. Auf der Speisekarte finden wir hier auch das Cuy (Meerschweinchen), wir entscheiden uns aber für das Tagesmenü mit Pasta und Hühnchen. Christian trinkt hier den ersten Pisco seit Chile.

Die Kathedrale

Der Plaza de Armas

Die Fußgängerzone

Und bei Nacht

Blick von unserem Balkon

Tag 94 – Regen in La Paz

Heute wollen wir an einer Stadtführung teilnehmen. Schon bei Beginn der Führung verdunkelt sich der Himmel und es fängt an zu donnern. Wir schaffen es gerade noch zum Markt, dann regnet es.

Die Lamaföten, werden bei einem Hausbau unter dem Haus vergraben. Als Spende an Mutter Erde.

Der Regen wurde immer stärker und wir hatten weder Schirm noch Regenjacken dabei. So haben wir uns nach einer Stunde verabschiedet und sind ins Hotel geflüchtet. Am Nachmittag haben wir die Kathedrale San Francisco mit Museum besichtigt. Beim Museumsbesuch darf man auch auf das Dach der Kathedrale hinauf. Bilder durften nur im Außenbereich gemacht werden. Und wir durften nur mit Aufsichtsperson durchgehen, dass war 2014 definitiv nicht der Fall.

Diese steile Treppe ging es hinauf

Und die Kathedrale von außen

Dann sind wir noch zum Platz gelaufen, wo die Regierung sitzt. Hier wurde seit 2014 mächtig angebaut.

Dann ging es zum Abendessen und zurück ins Hotel

Morgen früh 07:30 Uhr geht unser Bus über Copacabana nach Puno in Peru.

Tag 93 – La Paz

Der Morgen begann mit einer kleinen Überschwemmung im Badezimmer. Die Duschwanne hatte nur pro forma einen Abfluss. In Wirklichkeit lief das Wasser in einer Ecke der Duschwanne auf den Badezimmerboden ab, wo sich sinnigerweise auch ein Abfluss befand. Der vorbereitete Badeteppich (Handtuch) stand dem im Weg und verstopfte den Abfluss.

Nachdem alle Schäden im Bad beseitigt waren, ging es ans Frühstück im hauseigenen Restaurant. Das war dann doch wieder eine angenehme Überraschung. Neben knusprigen Semmeln gab es Vollkorntoast, Obst, Wurst und Käse UND: eine Sandwichmaschine! Endlich gab es wieder Tostados Jamón y Queso.

So gestärkt gingen wir zum Plaza San Pedro, wo üblicherweise eine Stadtführung startet. Ob es am Karneval lag oder wir zur falschen Zeit dort waren: Um 10:00 war jedenfalls niemand zu sehen.

Im angrenzenden Gefängnis San Pedro wurde heftig Karneval gefeiert – worauf wir einen kurzen Blick durch die Gitter und den Polizeikordon werden konnten. Das Gefängnis ist eine Geschichte für sich, hier gibt es quasi eine Selbstverwaltung.

Nachdem die Führung heute ausfiel, gingen wir zur Teleférico. Zwischen 2015 und 2019 (die letzte Linie ist noch nicht in Betrieb), entstand hier die größte städtische Seilbahnanlage mit insgesamt acht Linien. Gebaut hat das ganze die Firma Doppelmayr aus Österreich, auch bei uns ein Begriff. Hintergrund dieses Prestigeobjekts ist der Höhenunterschied zwischen den ärmeren Vierteln oben und den wohlhabenderen Vierteln unten. Über Treppen kam es nie zu einem Austausch der Bevölkerungsschichten, mit den Seilbahnen ist das nun schnell und günstig für alle möglich. Alle Geschäfte und Möglichkeiten der Stadt stehen nun allen offen.

Die Linien sind nach Farben benannt, auch die Gondeln und die Stationen folgen diesem Farbcode. Wir führen zunächst mit der Lila Linie hoch nach El Alto. Ein Einheimischer erklärte uns in der Gondel das System und zeigte uns verschiedene Anschlußmöglichkeiten. Wir entschieden uns, zur Roten Linie zu gehen für die Abfahrt. Die verbindende Linie ist allerdings noch nicht in Betrieb, die Gondeln hängen noch verpackt am Seil.

Das hieß für uns, El Alto zu queren mit seinen ganzen Märkten. Auch hier war es heute relativ ruhig, viele Stände hatten geschlossen.

Nach 40 Minuten erreichten wir die Station der Roten Linie und führen ab ins Zentrum. Eine Fahrkarte kosten 3 Bolivianos, etwa 7-8 Bolivianos sind ein Euro.

Im Hintergrund seht ihr den Huayna Potosi, den Berg den Christian besteigen wollte

Da einer der Busbahnhöfe auf dem Weg lag, gingen wir kurz dort vorbei. Heute allerdings keine Busse im Busbahnhof, daher weiter zur Kathedrale San Francisco am gleichnamigen zentralen Platz.

Hier war 2014 noch Public viewing zur WM, heute: Nichts los und die Kirche mit Museum ist geschlossen (Karneval).

Ein Café weiter ging es zur Siesta ins Hotel – oh Wunder, das Zimmer hat immer noch keinen Service gesehen. Am Nachmittag gehen wieder in unser geliebtes Café nebenan , essen lecker Salate und schreiben unter anderem die Blogs von gestern und heute.

Am Abend konnten wir in der Agentur die direkt unten im Hotel ist, Bustickets bis Puno (Peru) kaufen. Der Agentureigene Bus fährt am 07.03. 07:30 Uhr direkt vor unserem Hotel los.

Tag 92 – Ankunft in La Paz

Der Flughafen ist 25 Kilometer außerhalb von Sucre. Daher lassen wir uns vom Hostel einen Fahrer organisieren. Das klappt alles super. Der Flieger startet mal wieder überpünktlich – 11:35 Uhr statt 11:55 Uhr.

Nach einer Stunde sind wir in La Paz. Hier werden wir vom Hotel abgeholt. Das funktioniert auch reibungslos. Das Zimmer ist leider nicht so gemütlich wie in Sucre – also willkommen im echten Leben.

Zuerst die gute Nachricht: Wir bekamen von einem desinteressierten Empfang frühzeitig einen Zimmerschlüssel ausgehändigt. Nicht ganz so gut: Die Zimmertür stand offen, weder Handtücher noch Toilettenpapier oder Fernbedienung des Fernsehers war zu sehen. Offensichtlich war das Zimmer noch nicht fertig. Da auch das Nachbarzimmer offen stand, auf Klopfen niemand reagierte und schon etwas mehr Ausstattung vorhanden war, übernahmen wir kurzerhand die dortigen Handtücher und das Toilettenpapier. Als weiteres Hindernis stellte sich der verschlossenen Safe heraus. Die/der Vorbewohner hatten den Safe geschlossen, in diesem Fall muss das Management den Safe mit einem Schlüssel öffnen. Diesen Schlüssel hat allerdings nur die Hotelmanagerin, die gegen 20:00 Uhr erwartet wurde.

Nachdem wir also soweit wie möglich eingecheckt hatten, klapperten wir die benachbarten Agenturen ab. Unsere Straße – Sagarnaga – ist das Touristenzentrum schlecht hin.

Auf ein paar hundert Metern steilste Straße reiht sich eine Agentur an die andere. Interessiert haben wir uns für die Besteigung des Huyani Potosi, den Hausberg von La Paz mit 6.088 Metern. Preislich wäre alles in Ordnung gewesen ( Nebensaison 😉). Ein Check der Wettervorhersage ergab allerdings Schnee und Regen für die nächsten fünf Tage. Entscheidung: Christians erster 6.000er muss noch etwas warten.

Nach soviel Recherche schlendern wir durch unser karnevaleskes Viertel und versuchen, den Wasserbomben, Wasserpistolen (eher Wasserwerfer) und Schaumsprays aus dem Weg zu gehen. Das Viertel ist ein einziger Markt, auch der bekannte Hexenmarkt liegt hier.

Die bolivianischen Frauen sehen immer so aus mit dicken Röcken und Hüten. Nur die Luftschlangen gehören zum Karneval 😀

In einer der Straßen entdecken wir in einem Hinterhof ein entzückendes Kaffee. Die Anlage ist sehr verwinkelt, Waag- oder Senkrechten gibt es hier nicht. Sowohl die Balkone als auch die niedrigen Räume sind vollgestopft mit Antiquitäten (Maschinen, Bilder, Haushaltsgeräte, …). Ein Sammler könnte hier sicher einen Seecontainer vollmachen.

Zurück im Hotel war es Zeit für Siesta und weitere Planung, da wir momentan keine Route haben. Im Zimmer stellten wir fest, dass es hier sehr kalt werden kann und das WIFI wieder nicht funktionierte. Christian sprach am Empfang den vierten Angestellten wegen eines Heizkörpers und des Safes an. Wieder vertröstet auf 20:00 gingen wir in das benachbarte Café del Mundo. Im Erdgeschoss war nur ein Tisch und die Küche zu sehen, zu unserer Überraschung gab es noch zwei weitere Stockwerke mit vielen Tischen und einer Liegeecke.

Die weltgereisten Besitzer haben verschiedene Räume jeweils mit Bildern der verschiedenen Kontinente geschmückt. Die originelle Speisekarte zieht die Reisenden des ganzen Viertels an, das WIFI ist ebenfalls sehr gut. Hier trinken wir Kaffe und Tee, essen einen Crêpes und durchforsten das Internet nach möglichen Routen/Optionen.

Herausforderung: Für Bergsteigen in Peru ist es noch zu früh (besser: Anfang Mai). Gerne würden wir jetzt die Galapagosinseln aufsuchen. Zwischen hier und Galapagos liegen allerdings knapp 3.000 km. Wir möchten auch nicht in einer 50stündigen Busfahrt dahin, die Flüge sind uns zu teuer. Also benötigen wir eine Route, die wir noch nicht von 2014 kennen (schwierig). Zumindest sollten auf der Route uns noch nicht bekannte Sehenswürdigkeiten liegen. Die Knotenpunkte von Bolivien und Peru werden wir wieder aufsuchen (müssen) wie z.B. Titikaka-See, Cusco, Lima, etc.

Die Route haben wir nun, es fehlen noch die Busse. In La Paz gibt es verschiedene Busterminals. Auf den bekannten Internetportalen ist eine Buchung nicht möglich (grenzüberschreitend). Daher werden wir morgen auch noch die Agentur im Haus aufsuchen. Erstmal in Peru wird es dann wieder einfacher mit Information und Buchung.

Zurück im Hotel war endlich die Hotelmanagerin da, die uns den Safe aufschloss und den Heizkörper bringen ließ. Das sorgte langsam für eine wohlige Wärme im Zimmer.

Tag 91 – Sucre

Wir sind im Himmel. Das Hotel ist eine wunderbare Oase und das Frühstücksbüffet das Beste seit der Antarktis 👍😃

Nach einem sehr langen Frühstück bringen wir mal wieder Wäsche zum waschen. Die Wäscherei ist direkt unten im Haus. Nach 2 Stunden können wir die Wäsche wieder abholen – super. Mittags gehen wir raus uns die Stadt anschauen.

Sucre ist die Hauptstadt von Bolivien. Das geht oft unter, da der Regierungssitz in La Paz ist. Sucre wird auch die Weiße Stadt genannt. Da für Bolivien untypischer Weise viele Häuser in der Innenstadt weiß sind.

Wir können gerade noch schnell die Kathedrale und eine weitere Kirche anschauen, bis sie schließen. Überhaupt hat heute am Sonntag UND Karneval alles zu. Die Klöster die ganzen Museen und viele Cafés und Restaurants. Kurz ärgern wir uns. Aber ehrlich gesagt ist mein Kopf so voll von den vielen Erlebnissen, das ich es nicht schlimm finde mal eine kleine Pause einzulegen.

In den Gassen stehen schon an jeder Ecke Kapellen. Das heisst gleich geht es wieder los mit Karneval.

Wir gehen noch durch den Markt.

Und verziehen uns in einen ruhigen Park. Hier essen wir noch ein Eis und trinken einen Kaffee und gehen dann zurück in unser wunderbares Hostal. Hier haben wir nämlich eine tolle Dachterasse mit einem fantastischen Blick.

Unser Hostal liegt sehr zentral, daher hören wir von überall die Kapellen spielen. Auch vor unserem Haus ziehen sie vorbei.

Am Abend wagen wir uns noch mal kurz zum Abendessen raus. Beim zurückgehen müssen wir sehr kreativ sein. Denn in jeder Straße läuft jetzt eine Kapelle. Und hier wird mit Wasserbomben geschmissen und mit Schaum gespritzt – das brauchen wir jetzt wirklich nicht. Nach einigen Umwegen schaffen wir es ins Hostel. Hier genießen wir den Abend auf der Dachterasse.

Morgen geht es 11:55 Uhr mit dem Flieger weiter nach La Paz.

Tag 90 – Salar de Uyuni

Heute wollen wir den Sonnenaufgang erleben, also stehen wir früh auf….sehr früh 04:30 Uhr. Ohne Frühstück geht es 05:00 Uhr los. Unsere Sachen sind im Jeep. Hierher kommen wir nicht zurück. John unser Guide fährt im Dunkeln durch das Wasser. Wir fahren mindestens eine halbe Stunde hinaus. Es ist mucksmäuschenstill im Auto. Und dann bleiben wir stehen. Aussteigen geht nicht, zu viel Wasser und zu viel Wind. Johan klettert auf das Dach vom Jeep. Wir andern bleiben im Auto. Christian setzt sich ab und zu zum fotografieren in das offene Fenster. Und dann beobachten wir einfach das Naturschauspiel.

Jetzt fahren wir zum frühstücken in das erste Salzhotel was jemals gebaut wurde. Hier fand auch schon mehrmals die berühmte DAKAR Rallye (bedeutendste Langstrecken – und Wüstenrallye der Welt) statt.

Und dann startet unsere Fotosession. In der Salar de Uyuni kann man tolle Fotos machen, da sie flach ist. Unser Fahrer und Guide John hat uns super unterstützt mit Ideen und er hat die Fotos und Videos gemacht. Wir hatten alle einen Riesen Spaß.

Dann ging nach Colchani. Dort besuchten wir den Markt. Und dann zum letzten gemeinsamen Mittagessen. Und dann war es Zeit, dass wir zu unseren Bussen kamen. John hat uns alle in Uyuni abgeliefert und uns noch zur Firma begleitet die als nächstes nach Potosí fährt. Dort müssen wir erst hin, bevor wir nach Sucre weiterfahren. Wir verabschieden uns. Ach übrigens konnten Johan und Charlien kein englisch, so konnten wir uns nur auf spanisch verständigen.

Unser Bus soll 13:00 Uhr fahren, eh dann alle so weit sind, ist es sicher 13:30 Uhr. 17:30 Uhr sind wir in Potosi. Schnell steigen wir aus, Rücksäcke holen, Christian rennt zur Toilette. Es sind noch 4 Holländer unterwegs. Die wollen auch nach Sucre. Oh angeblich fährt der Bus aus dem wir gerade ausgestiegen sind nach Sucre……sagen die Holländer…….der Busfahrer redet was von anderm Bus….und dann verstehen wir. Wir sind noch gar nicht am richtigen Busbahnhof. Es gibt einen alten und einen neuen. Wir sind am alten. Also alle wieder rein, zum neuen Busbahnhof. Dort geht alles super schnell. Der Busfahrer besorgt uns Tickets und den richtigen Bus und schon geht es weiter. puhhh…. Landschaftlich ist die Gegend der Wahnsinn. Allerdings wird es bald Dunkel und es blitzt heftig. 21:30 Uhr kommen wir endlich in Sucre an. Allerdings nicht in irgendeinem Busbahnhof, sondern auf dem Firmengelände der Busfirma. Zum Glück stehen Taxen vor dem Tor. Ab ins Taxi, Preis klären und los. Unser Hostal ist am anderen Ende der Stadt. Und überall sind hier betrunkene. Karneval. Kurz nach 22:00 Uhr sind wir endlich im Hostal. Wir ein schönes Wohlfühlzimmer.

Oh man….Also die letzen 4 Tage waren einfach nur wunderbar, wenn auch etwas anstrengend. Übrigens waren mit Abstand die Ältesten. Alle die wir gesehen haben, auch von anderen Gruppen waren 20 bzw. 30 Jahre jünger. Wir sind so froh, dass wir unsere Pläne geändert haben und statt der 2 Tages die 4 Tages- Tour gemacht haben.

Morgen ist definitiv ausruhen angesagt.

Tag 89 – Salar de Uyuni Tour – Tag 3

Heute können wir etwas länger schlafen. 07:30 Uhr gibt es Frühstück und dann ist wieder großes Packen angesagt.

John unser Guide und Fahrer sagte uns, wie sollen heute feste Schuhe anziehen, denn es wird sehr felsig. Und beim ersten Stopp wurde es schon Felsig und sehr beeindruckend.

Sieht doch aus wie der Fußball – WM – Pokal….

Finde den Christian…..

Beim nächsten Halt wurde es noch spektakulärer. Das war Zuviel für mich. Ich blieb unten …..schließlich muss ja einer die tollen Bilder machen.

Da gehen die wirklich hoch…

Und auf zum nächsten Felsen.

Mir wird ganz schwindelig vom hinschauen. Und weiter gehts.

Jetzt gehen wir zur Laguna Negra – schwarze Lagune

Übrigens wird hier der ganze Quinoa angebaut.

Dann gibt es noch einen Halt an einer Schlucht, bevor es zum Mittagessen geht. Was in den Bildern nicht rüber kommt ist, dass es hinter uns gaaaanz tief runter geht.

So jetzt auf zum Mittagessen. Heute machen wir draußen ein Picknick.

Dann fahren wir nach Uyuni. Hier besuchen wir den Zugfriedhof.

Dann geht es in den Ort Uyuni. Uyuni ist total hässlich und hier sollte man nicht bleiben. Unsere 2 französischen Mitfahrer brauchen dringend Bustickets für Sonntag nach San Pedro de Atacama (Chile). Es gibt hier aber keinen Busbahnhof, sondern nur eine Straße mit vielen Busunternehmen. So klappern wir alle Firmen ab – aber nichts. Keine Plätze mehr frei. Dann weiß unser Fahrer noch eine Lösung – es fahren auch Jeeps rüber. Ist sehr teuer, aber sie kaufen zwei Tickets. Keine 2 Minuten später ein Anruf, ein anderer Guide hat doch noch ein Busunternehmen gefunden. Also alles rückgängig machen und schnell zur Busfirma. So das ist geschafft. Jetzt fahren wir zu unserem heutigen Hostel, ein aus Salz gebautes Hostel direkt am größten Salzsee der Welt. Nicht nur das Haus ist aus Salz, nein auch die Tische, Stühle, Betten……und auf der Erde alles Salz.

Dass klingt vielleicht toll – Salzhotel, ist aber ehrlich gesagt alles andere als schön. Die Verhältnisse sind mehr als einfach und die „Toiletten “ eine Katastrophe. Aber gut für eine Nacht…..und die Lage….Wir machen eine Kaffeepause und dann geht es zum Salzsee, der wie erhofft Wasser hat. Es ist wunder….wunder…wunderschöööön.

Der schönste Sonnenuntergang den wir je gesehen haben. Als es dunkel ist, geht es zurück zum Salzhotel. Nachdem Abendessen gehen wir noch einmal raus um den Sternenhimmel zu bestaunen.

Tag 88 – Tag 2 auf dem Weg zum größten Salzsee

05:30 Uhr gab es schon Frühstück. Die Katzenwäsche erfolgte mit Stirnlampen, da es keinen Strom gab. Wir haben trotz der Höhe gut geschlafen. Kalt war es auch nicht, so das wir die dicken Schlafsäcke nicht gebraucht haben. Kurz nach 06:00 Uhr hieß es Jeep beladen.

Und los geht es durch den Nationalpark Eduardo Avaroa.

Der erste große Stopp ist an der Laguna Verde. Hier sehen wir die ersten Flamingos . Wir haben wieder genügend Zeit zum herumlaufen und fotografieren.

Und weiter gehts….

Mittags sind wir an Termalquellen. Der Boden, der See alles heiß. Hier kann man auch baden. Wir verzichten und genießen die Umgebung. Und wir sind immer noch auf über 4000 Meter.

Mhhhh lecker Essen.

Nachdem Mittagessen folgt ein weiteres Highlight – die Geysire.

Es blubbert und zischt überall.

Und jetzt sind wir an der Lagune Colorado. Hier gibt es tausende Flamingos.

Und ein letzter Halt bevor es zum heutigen Übernachtungsplatz geht.

Wir übernachten heute in Villa Mar auf 3900 Meter.

Heute Abend gibt es lecker Suppe und dann Pasta und eine Flasche Wein. Aufgrund der Höhe verzichtet unsere Gruppe auf den Wein. Ich trinke ein Glas und dann verschenken wir unsere Flasche. Es war ein langer und wunderbarer Tag mit sehr vielen Eindrücken. Wir gehen früh zu Bett. Und in der Höhe ist ja alles noch zusätzlich anstrengender. Bei jeder schnellen Bewegung schnauft man ganz schön.

Tag 87 – Unsere 4 – Tages-Tour zur Salar de Uyuni beginnt

07:00 Uhr gibt es ein reichhaltiges Frühstücksbüffet im Hostel. Mit sehr viel Obst. Das ist wirklich eine Seltenheit in Südamerika. 07:15 Uhr werden wir abgeholt von John unserem Fahrer und Guide für die nächsten 4 Tage. Im Jeep sitzt schon ein junges Paar. Johan und Charlien aus Frankreich. Unsere Rucksäcke werden auf dem Dach verstaut. Dann fahren wir on die Agentur unsere Verpflegung und Schlafsäcke holen und noch schnell zu einer Bank, wir brauchen noch Geld. Und dann geht es los.Gleich nach 20 Minuten ist der Stopp

Der Jeep fährt weiter und wir können laufen.

Hier ein Blick zurück. Dort sind wir langgefahren.

Und überall gibt es Lamas

Wir machen immer wieder Stopps, so können wir aussteigen, herumlaufen und Bilder machen – toll.

Mittags kommen wir in ein Dorf. Das liegt quasi i Nichts. Hier gibt es lecker Mittagessen.

Nach knapp einer Stunde geht es gleich weiter. Die Gegend ist herrlich. Immer wieder tauchen neue Dinge auf.

Ach ja, und wenn man mal muss, dann setzt man sich einfach irgendwo hin, oder zahlt der Frau 2 Bolivianos, um hinter die Mauer gehen zu dürfen.

Wir machen Halt in San Antonio. Hier war mal ein Dorf mit Minenarbeitern. Hier haben wir einen anderen Guide, der uns einiges erzählt und die verschiedenen Mineralien zeigt, die man hier immer noch findet. Es gibt auch noch einen Minenzugang.

Gold, Eisenerz, Kupfer, Rosenquarz…..hier findet man fast alles

Hier ist ein Eingang. Die Männer haben sich quasi durch den Berg gebuddelt. Es ist sehr klein und eng. So arbeiten übrigens viele heute noch.

Wir sind hier übrigens auf 4600 Meter

Wir fahren weiter. Beim nächsten Halt sind wir auf 4800 Meter.

Und wieder kommt nach jeder Bergkuppe eine neue tolle Aussicht.

Kurz nach 17:00 Uhr kommen wir im Hostel an, in dem wir schlafen.

Das Hostel befindet sich auf 4200 Meter. Wir bekommen erst einmal Kaffee, Tee und Kekse. Dann gibt es auch schon bald Abendessen. Wir bewundern noch den Nachthimmel. Hier sind die Sterne und die Milchstraße zum anfassen. Leider bekomme ich sie nicht auf ein Foto. Dafür reicht meine Kamera nicht aus. Früh gehen wir schlafen. Es war ein langer und wunderschöner Tag.

Tag 86 – Komplizierter Grenzübergang nach Bolivien

Ohne Frühstück und im Dunkeln haben wir heute unser Hostel in Tilcara verlassen. Am Busbahnhof konnten wir bei einem Mann 2 Kaffee und 2 Medialunas kaufen. Der Bus zur Grenzstadt La Quiaca war ziemlich alt, ohne Lüftung und sehr voll. Wir sind übrigens die einzigen Touristen.

Dafür war die Landschaft atemberaubend schön.

11:00 Uhr waren wir dann in La Quiaca. So Rucksäcke aufschnallen und los geht es zu Fuß Richtung Grenze. Das sind ungefähr 800 Meter. Oh da ist schön das Schild.

So dann sind wir an der Grenze am argentinischen Schalter und jetzt beginnt das Drama. Ich bin relativ schnell fertig und bekomme einen Zettel.

Wichtig wann immer Ihr Zettel an irgendwelchen Grenzen bekommt, immer gut aufheben auch wenn er noch so unscheinbar oder sogar wie ein Kassenzettel aussieht.

Christian bekommt nichts außer viele Fragen. Dann muss ich mein Pass wieder abgeben. Und so langsam verstehen wir. Bei Christian fehlt ein Einreisestempel. Bei unserer letzter Einreise nach Argentinien, von Paraguay aus, hat die Grenzbeamte keinen Einreisestempel in seinen Pass gemacht. Daher vergleichen Sie alles mit meinem Pass. Das wäre ja vielleicht nur halb so schlimm. Das Problem ist, dass die Beamtin auch im System keinen Vermerk gemacht hat. Somit ist Christian für die argentinischen Behörden illegal in Argentinien. Na super. Wir müssen das Büro wechseln. Wir verstehen nicht mehr alles. Wir verstehen nur, er darf nicht wieder einreisen. Nach langem hin und her gibt die Beamtin Christian ihr Handy. Ihr hoffen, dass nun endlich jemand englisch spricht. Fehlanzeige, am anderen Ende der Leitung lässt jemand ein Band laufen, wo auf englisch erklärt wird, was das jetzt heißt. Na ja scheint ja wohl öfter mal vor zukommen. Das Band ist natürlich schlecht zu verstehen, noch dazu weil dicht neben uns der Grenzverkehr weiter läuft. Bolivianer wechseln munter hin und her. Dann erhält Christian ein Schriftstück das muss er unterschreiben. Sinngemäß musste er sich schuldig bekennen und wenn er jemals wieder nach Argentinien einreist, muss er sofort 50 US Dollar zahlen. Gut, auf jeden Fall sind wir jetzt raus aus Argentinien.

Auf bolivianischer Seite wollen wir in das Häuschen um unseren Einreisestempel zu holen. Aber ein Beamter winkt uns gleich wieder raus – brauchen wir nicht. Wir stehen ratlos draußen. Ehm….nee….das gibt bestimmt Ärger bei der Ausreise. Also wir wieder rein und wieder werden wir weggeschickt. Und dann stehen wir schon mitten in Villazon in Bolivien. Erst einmal Geld tauschen. Der Typ will uns auch gleich mal bescheissen…..oh man eh. Dann lassen wir von einem Taxi zum Busbahnhof fahren. Jetzt suchen wir einen Bus nach Tupiza. Wenn man den Schildern glaubt, gehen alle Busse erst 22:00 Uhr. Und jetzt haben wir halb zwölf. Ach ja, Zeitumstellung eine Stunde zurück war auch noch mit Grenzübergang. Am Schalter nachgefragt geht dann doch ein Bus um ein Uhr. Leider gibt es hier nichts zu essen. Ich gehe mal schauen , ob wir auch draußen sitzen können. Als ich wieder reinkomme, winkt Christian schon los, los es geht los. Was, Rucksäcke aufsetzen und winkt uns der Typ vom Schalter durch sein Büro durch und zeigt der Bus da. Dann sitzen wir inmitten von bolivianischen Frauen im Bus. Es gibt ewige Streitigkeiten wegen der Sitzplätze – unserer Sitzplätze die eine Bolivanerin unbedingt will – oh man. Dann geht es endlich mal los.

Die Fahrt dauert nicht lange, kurz nach 2 sind wir im Hostel.

Jetzt müssen wir schauen was wir machen. Wir haben ja nur für eine Nacht hier gebucht. Also Sachen abstellen und gleich wieder los. Im Hostel sitzt direkt jemand. Hier lassen wir uns beraten. Also das was wir eigentlich wollen, mal schnell für einen Tag zur Salar de Uyuni – das gibt es nicht. Die klassische Tour dauert 4 Tage. Er bietet uns zwei Tage an. Ok….wir gehen im Ort noch zu zwei weiteren Agenturen. Und letztendlich haben wir jetzt bei einer Agentur die 4 Tagestour zum Preis der 2 Tagestour gebucht. Und morgen früh 07:15 Uhr geht es los. Nach der Tour kommen wir in Uyuni an. Von da aus wollen wir dann gleich nach Sucre weiter. Das einzige was feststeht ist unser Flug am 4.3. von Sucre nach La Paz. Hostel in La Paz haben wir und eine Nacht in Sucre.

Kurz nach 18:00 Uhr waren wir wieder im Hostel. Es gewittert und regnet in Strömen. Mir brummt der Schädel heute. Ach wir sind jetzt übrigens auf 2850 Meter. Die nächsten Tage geht es immer weiter rauf.

So ihr lest dann am 3.3. wieder von uns.