Tag 186 – Badetag in Brasiliens Wüste

Am Vormittag haben wir den Busbahnhof gesucht und gefunden. Na ja es ist nicht wirklich ein Busbahnhof….sondern eher eine Ecke an der der Bus steht und ein kleines Häuschen, in dem es Tickets und Abfahrtszeiten gibt. Morgen früh 11:00 Uhr geht unser Bus nach Tutoia, dort werden wir dann einen weiteren Bus suchen nach Parnaiba, wo wir zwei Nächte bleiben wollen. Dann sind wir einige Male die einzige Straße hoch und runter geschlendert. Haben Kokoswasser getrunken, Christian hat sich einen Hut gekauft und dann waren wir Mittagessen. 14:00 Uhr sollten wir und die anderen 2 Paare unserer Pousada ( so nennt man hier die Hostels) abgeholt werden. 13:40 Uhr klopft es an unserer Tür, es geht los. Oh man….man gut das wir so weit fertig waren. Ihr habt Euch sicher schon gefragt, warum wir jetzt eigentlich hier in diesem verschlafenem Ort sind. Wir sind hier, weil es hier in der direkten Nähe die einzige Wüste Brasiliens gibt. Und das Beste, während und kurz nach Regenzeit, gibt es in der Wüste Lagunen. Also los gehts. Wir werden mit einem Pickup abgeholt, der oben drauf Sitze hat. Wir müssen zuerst mit einer Fähre übersetzen.

Dann geht die Fahrt holprig weiter. Immer wieder durchqueren wir sehr tiefe Wasserlöcher, das Wasser ist teilweise fast einen Meter tief und reicht bis knapp unter die Ladefläche.

Dann sind wir da. Wow. Die Schuhe lassen wir im Auto und dann laufen wir los.

Wir bestaunen ein paar Lagunen, die sich zwischen den Dünen entlang winden- man könnte denken, es wären Flüsse. An der vierten Lagune können wir baden. Das ist alles Regenwasser und glasklar.

Dann laufen wir weiter durch die Dünen.

Es ist wunderschön hier. Die Temperaturen sind durch den Wind angenehm und der Sand ist nicht heiß.

Zum Sonnenuntergang gehen wir auf eine große Düne. Von hier aus haben wir einen guten Überblick.

Dann geht es zum Jeep und zurück nach Barreirinhas. Wir gehen noch einen Caipi trinken und dann in unsere Unterkunft.

Tag 185 – Ankunft in Barreirinhas

Gestern Abend erhielten wir noch einen Anruf. Der Van kommt erst 07:30 Uhr. Umso besser, dann können wir wenigstens noch frühstücken. Nachdem Frühstück warten wir…und wir warten….und wie warten…irgendwann kam dann mal einer, aber ohne Auto. Er kommt hier nicht rein in die schmale Gasse, und so mussten wir doch mit dem Gepäck ein ganzes Stück laufen. Ich denke es war kurz nach 08:00 Uhr, als wir endlich los kamen. Es gab auf dem Weg eine kleine Pause. Trotz der schlechten Straßen haben wir viel während der Fahrt geschlafen. Gegen 13:00 Uhr waren wir dann in Barreirinhas und in unserem Hostel. Das Zimmer ist sehr klein und schlicht.

Dafür ist die Aussicht von der Terrasse des Hauses umso schöner.

Eigentlich hatten wir vor gleich heute noch eine Tour zu machen. Aber dafür sind wir leider zu spät angekommen. Wir recherchieren kurz welche Tour wir morgen machen wollen und reservieren bei unserer sehr netten Hostelbesitzerin. Dann machen wir uns auf den Weg in den Ort (das Hostel ist etwas außerhalb). Wir durchqueren die erste Sanddüne.

Dann laufen wir die zwei Straßen ab und gehen essen.

Nachdem Essen gehen wir zu einem Transportunternehmen. Wir erkundigen uns wie wir übermorgen weiter kommen. Erste Anhaltspunkte haben wir jetzt, aber noch nicht ganz das passende. Wir schlendern zurück zum Hostel. Jetzt wo wir wieder Internet haben ist ne Menge zu tun…..Bilder einfügen, recherchieren…denn wir haben noch einige tausende Kilometer vor uns.

Die Bilder der letzten Berichte sind jetzt online 😚

Tag 184 – Die Altstadt von São Luís

Da ja heute erst alles zur Besichtigung geöffnet ist, machen wir unsere Runde durch die Altstadt noch einmal. Wir beginnen mit dem Theater. Doch hier sind leider alle Türen fest verschlossen. Dann gehen wir zur Tourist Information. Hier waren wir gestern schon einmal. Und das Beste, hier war gestern einer der hat englisch gesprochen. Der hat uns auch über unseren weiteren Reiseweg etwas erzählen können. Und er hat uns angeboten Plätze in einem Van (Alternative zum normalen Bus, geringfügig teurer, dafür wird man am Hostel abgeholt und zwei Stunden schneller als der Bus) für uns zu buchen. Doch leider ist der nette junge Mann heute nicht da. Wir versuchen den anwesenden Frauen zu erklären was wir wollen und was uns angeboten wurde. Erst wollten sie uns wegschicken, dann hat doch eine dort angerufen. Na bitte, geht doch. Morgen früh um sieben Uhr werden wir abgeholt und dann fahren wir nach Barreirinhas.

Wir besichtigen die gegenüberliegende Kirche mit dem dazugehörigen Museum.

Dann gehen wir zum Palácio dos Leoes.

Hier wohnt und arbeitet der Ministerpräsident und einen Teil des Regierungs – und Wohnsitzes kann man besichtigen.

Hier führte uns ein junger Student durch, der mal wirklich gut englisch sprach. Die Sprachbarriere ist immer noch eine tägliche Herausforderung für uns.

Und weiter gehts zur Casa Maranhao. Hier geht es um die Region ( Maranhao) in der wir uns gerade befinden. Also Geschichte, Kultur und Traditionen.

Der Zeitpunkt ist perfekt, denn draußen gibt es gerade einen tropischen Regen, also kurz und heftig.

Nach den ganzen Besichtigungen brachen wir mal eine Pause. Wir suchen uns ein Cafe. Dann besuchen wir den kleinen Markt und gehen zum Mittagessen in das sehr gute Bistro von gestern. Danach gehen wir noch einmal zum Theater oh, es hat offen. Vor dem Theater entdecken wir eine Post. Das ist so eine Seltenheit und wir haben schon geschriebene Karten im Hotel, noch aus der letzten Stadt. Also erst zum Hostel, Postkarten holen, zur Post, Nummer ziehen und warten. Dann kommen mit viel Geschick vier große Briefmarken auf die kleine Postkarte. Und dann gehen unsere letzten Postkarten auf Reisen.

Jetzt gehen wir ums Eck zum Theater. In einer halben Stunde kann Jemand mit uns eine englische Führung machen. Wir warten direkt dort im Foyer. Dann gehts los. Das Theater ist etwas schlichter. Dafür ist diese Führung mal ganz anders. Nicht nur, dass wir jeden Rang besuchen und in die VIP – Lounge kommen. Nein, wir gehen sogar auf und hinter die Bühne. Wow……das hätten wir hier gar nicht erwartet.

So jetzt ab ins Hostel – Pause. Kaum im Hostel regnet es wieder. Wir gehen heute nicht noch einmal raus.

Tag 183 – Ankunft in São Luís

Die Nacht…wie war die Nacht??… sehr, sehr unruhig. Das waren die schlimmsten Straßen oder besser Wege, die wir jemals hier in Südamerika in den letzten sechs Monaten erlebt haben. Nacht und angeklebte Scheiben verhindern, dass wir irgendetwas sehen, aber wir spüren ein Riesenschlagloch neben dem anderen. Entweder ist der Busfahrer in Schlangenlinien um auszuweichen oder voll rein ins Schlagloch. Und das die ganzen 14 Stunden lang. Das ist auch der Grund, warum man für 800 Kilometer 15 Stunden braucht. Wir sind echt gerädert. Und mir tut mein Kiefer weh. Wahrscheinlich sind bei jedem Schlagloch meine Kiefer aufeinander gefallen. Aber gut. 11:00 Uhr waren wir dann endlich in São Luís. Uber gebucht, ab ins Hostel. Der Typ ist leider nicht kommunikativ und ins Internet kommen wir auch nur mit 1 Handy… 😩

Das Zimmer sieht toll aus. Aber das Bett verdient nicht den Namen Bett. Das ist wirklich nur eine uralte Matratze auf dem Boden.

Die Aufenthaltsräume sind super.

Kurze Pause, duschen und ab die Altstadt erkunden. Leider hat heute am Montag alles zu, also die Museen, Paläste etc. Ok, dann gehen wir etwas essen und schauen uns so etwas um.

Wahnsinn es ist gerade Ebbe…..kein Wasser da…

Zum Vergleich: so sieht es an der selben Stelle vier Stunden später aus.

Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt hier 6 Meter.

In einigen Tagen beginnt hier ein großes Fest. Daher sind die Straßen schon toll geschmückt.

Davon, dass die Altstadt UNESCO Weltkulturerbe ist, sehen wir noch nicht viel.

Es ziehen sehr dunkle Wolken auf. Also gehen wir lieber ins Hostel. Und dann gibt es einen kurzen aber sehr heftigen Regenguss.

Als alles vorbei ist, gehen wir noch auf ein Getränk raus. Auf den Straßen stehen nun Stühle, es ist einiges los. Auch Polizei steht an jeder Ecke.

Tag 182 – Letzter Tag in Belem

Heute reisen wir mit dem Nachtbus weiter nach São Luís. Daher ist nach dem Frühstück packen angesagt. Unsere Rucksäcke lassen wir im Hotel an der Rezeption und dann starten wir mit unserem Tagesprogramm. Wir fahren zum Botanischen Garten. Der ist seeeeehr alt. Ich glaube aus dem Jahre 18… irgendwas. Es stehen viele Menschen am Eingang. Das scheint ein beliebtes Ausflugsziel am Sonntag zu sein. Der Park ist ganz nett, aber bei weitem nicht so schön wie die anderen Parks, die wir hier gesehen haben.

Eine Seekuh beim Atmen

Dann fahren wir mit dem Bus zurück ins Zentrum. Eigentlich wollten wir noch einmal zu den Docas. Doch wir mussten gerade feststellen, dass die am Sonntag ab Mittag geschlossen haben. Oh man…….was nun ….wohin. Dann fällt uns ein, dass wir den einen Tag an einem Shopping – Center vorbeigekommen sind. Da fahren wir hin. Das Shopping – Center ist riesig und geht über mehrere Etagen.

Mh….hier haben auch alle Läden zu. Vereinzelt haben mal 1-2 pro Etage offen. Wir gehen in einen Sportladen und Christian findet 3 neue Shirts für sich. Oh wie toll. Ich will auch…. Dann kommen wir zur Essensetage. Hier essen wir in Ruhe. Und siehe da, auf einmal haben alle Läden offen. Wir laufen überall rum und schauen hier und da mal rein. Und dann finde ich für mich noch eine neue Jeans – Short. Ja, wir haben wirklich das Bedürfnis das neuen Sachen. Immerhin haben wir immer das Gleiche an 🥺 Ups… und auf einmal ist es kurz vor fünf. Wir laufen zum Hotel. Dann fahren wir zum Busbahnhof. Wir haben bei der Internetbuchung nur einen Voucher erhalten. Das heisst, wir müssen noch die Busgesellschaft finden und den Voucher in Tickets tauschen. Das ist schnell erledigt und hat auch alles geklappt. Also hinsetzen und warten. Kurz nach 19:00 Uhr gehen wir zu unserer Plattform. Dann kommt unser Bus.

Und pünktlich 20:00 Uhr gehts los.

Das einzige was wir noch nicht verstehen, warum brauchen wir 14 Stunden für 800 Kilometer?

Tag 181 – Belem: Mangal das Garças – Ein wundervoller Park

Heute wollen wir zum Mangal das Garças Park. Der Park ist etwas außerhalb, daher bestellen wir uns über Uber einen Fahrer. Der Park ist grundsätzlich ohne Eintritt. Lediglich für den Aussichtsturm, das Vogelhaus und das Schmetterlingshaus zahlt man Eintritt. Also los geht unsere Tour durch den Park.

Dann sind wir ganz begeistert, als wir ganz nah einen Reiher vor uns stehen sehen. Wir dachten sogar erst er sei nur eine Statue.

Doch als wir dann ein Stück weiter gehen, sehen wir das es hier von den Reihern nahezu Hunderte gibt.

Oh, was ist das….hier rennen überall große Echsen herum. Das ist ja wie auf Galapagos.

Ananaspflanzen gibt es hier auch.

Wir fahren auf den großen Aussichtsturm.

Von hier oben haben wir einen herrlichen Rundumblick.

Danach gehen wir in die Vogelvoliere. Hier sind wir ganz allein. Daher kommen die Vögel ganz nah.

Nun geht es in das Schmetterlingshaus.

Also Schmetterlinge fotografieren ist ja eine Tagesaufgabe. Eh man die kleinen flinken Dinger mal auf dem Foto hat…

So jetzt brauchen wir eine Pause. Wir gehen in das Freiluftcafe. Es gibt Wasser, Kokosnuss und Espresso. Dann setzen wir unseren Spaziergang fort.

Zum Abschluss gehen wir in das Marinemuseum.

Am frühen Nachmittag geht es zurück zum Hotel. Wir müssen noch Übernachtungen für São Luis (unser nächstes Ziel) und Rio de Janeiro suchen. Und einen Flug nach Rio buchen. Morgen Abend 20:00 Uhr geht unser Nachtbus nach São Luis.

Tag 180 – Belem: Theater und der Goeldi – Park

Wir wollen uns für Brasilien eine Prepaid – Karte fürs Handy kaufen. Dazu gehen wir zu einem Zeitungskiosk, der mit VIVO – Werbung bestückt ist. VIVO ist ein ein Telefonanbieter. Mit Händen und Füßen versuchen wir zu erklären was wir wollen. Er schickt uns zu zum nächsten größeren Kiosk. Dort werden wir auch weitergeschickt. Wir sollen uns/das Handy registrieren. Wir beschließen es aufzugeben. Auf dem Weg zum Theater entdecken wir einen kleinen Kopierladen, der laut Aushang alle Telefonanbieter hat. Hier verbringen wir eine Stunde. Die Angestellte War sehr hilfsbereit, hat die Karte ins Handy getan, doch nichts tut sich. Dann hat sie die Karte in ihrem Handy ausprobiert, auch nichts…… es soll wohl nicht sein. Also weiter zum Theater…..oh es ist kurz nach 10:00 Uhr, 10:00 Uhr ging doch die englische Führung. Wir beeilen uns und haben Glück. Es gibt keine weiteren englischsprachigen Besucher, da hat die Führung nicht begonnen 🤪 . Die Privatführung beginnt: 1878 eröffnet und immer wieder renoviert worden, Platz für 1970 Gäste.

Nach einer halben Stunde ist die Führung vorbei bzw. saßen wir im Saal und unser Guide Max Franck hat viel erzählt – auch über das Leben , Fußball und Theater. Jetzt gehen wir zum Goeldi – Park. Auf dem Weg dorthin kommen wir an der Basilika de Nossa Senhora de Nazare vorbei. Hier gehen wir natürlich gleich rein.

Dann setzen wir unseren Weg zum Goeldi – Park fort. Offizieller Name : Museu Paraense Emílio Goeldi. Eine ehemalige Forschungseinrichtung eines Schweizers. Der Park beginnt mit einem Museum. In einer Ausstellung geht es um den Regenwald, die dort lebenden indigenen Völker, ihre Lebensweise und die andauernde Bedrohung durch legale wie illegale Holzwirtschaft, Bergbau und Wasserkraftwerke.

Dann folgt ein toller Park oder besser gesagt ein Stück Regenwald mitten in der Stadt mit einigen Tieren.

Wow, was sind das denn wieder für tolle Wurzeln.

Und diese lustigen Tierchen hoppeln hier überall frei herum.

Dann gibt es Papageien

Tapire..

Krokodile

Einen Riesenfischotter

Verschiedene Arten von Schildkröten

Affen

Und ja endlich haben wir es gefunden…..ein Faultier

Darüber hinaus hat der Park auch viel zu bieten auch wenn knapp 40% der Gebäude renoviert werden.

Auf dem Weg zum Hotel kommen wir an einem Claro – Laden ( Telefonanbieter) vorbei. Christian möchte noch einen Versuch starten. Und siehe da. Hier sitzt ein super netter junger der uns wirklich hilft. Auf geheimnisvolle Art und Weise sind alle Formalitäten innerhalb einer Stunde erledigt. Und jetzt sind wir auch unterwegs online – was vor allem für den Transport eine Riesenerleichterung ist. Wir sind aktuell viel mit Uber unterwegs und dafür benötigen wir entweder WLAN oder Netz.

Dann gönnen wir uns noch ein Eis und gehen zur Siesta ins Hotel. Am späten Nachmittag gehen wir zum Essen und fahren dann noch auf ein Bier zu den Docas zur Amazonas Bier Brauerei. Unser Fahrer hieß übrigens August Friedrich.

Hier ist einiges los. Eine 10-köpfige Kombo heizt dem Publikum ein, begleitet von Tanzeinlagen. Damit lassen wir den Abend ausklingen und fahren zurück ins Hotel.

Tag 179 – Altstadt und Hafen von Belem

Wir haben wunderbar geschlafen. Allerdings als wir heute aufgewacht sind, hatten wir das Gefühl wir schwanken in der Hängematte. Aber nein, wir liegen doch in einem Bett Na ja….das geht bestimmt wieder weg. Gestern konnten wir unseren Rückflugsort umbuchen. Wir fliegen am 26.06. von Rio de Janeiro aus zurück.

Heute wollen wir die Altstadt und den ehemaligen Hafen erkunden. Nachdem Frühstück starten wir und gehen zu Fuß.

Auf dem Weg zum Theater

Das Theater von Belem ist fast so berühmt wie das in Manaus.

Zum Glück spricht hier Jemand englisch. Wir erkundigen uns nach Führungen in englisch. Ah..ja, immer morgens….ok, dann kommen wir morgen wieder. Denn heute wollen wir zum Markt.

Direkt neben dem Theater ist der Platz der Republik.

Weiter gehts zu Estação das Docas ( ehemaliger Überseehafenkai, heute Restaurants und Läden).

…auf dem Weg

Mh….. Estação das Docas  hat noch geschlossen, die machen erst 10:00 Uhr auf. Ok. Dann gehen wir weiter zum Markt.

Ein großes Gelände. Teils überdacht, teils draußen. Hier gibt es alles. Natürlich auch einen Fischmarkt.

Wir suchen eigentlich diesen Fisch. Den Pirarucu. Er kann mehr als 450 cm lang werden und erreicht dabei ein Gewicht von etwa 150–200 kg. Christian hat ihn einmal im Amazonas gesehen, als er zum Atmen aus dem Wasser kam. Aber im Fischmarkt gab es nur dieses Bild von ihm.

Ok wir gehen weiter.

Jetzt gehen wir zurück zu den Estação das Docas. Das war früher mal der Überseehafen. Jetzt ist es eine schöne Flaniermeile mit tollen Verkaufsständen und viel Gastronomie.

Hie wird das Amazonas Bier gebraut.

Unser nächstes Ziel ist die Kathedrale. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Fischereihafen vorbei. Hier ist es nicht ganz so toll und es stinkt.

Dann sind wir an der Kathedrale. Die Kathedrale ist frisch restauriert und wirklich beeindruckend.

Direkt gegenüber liegt das Forte do Presepio

Von hier oben hat man einen tollen Ausblick auf den Markt.

Und es gibt ein kleines Museum. Hier ist alles ausgestellt, was hier an dieser Stelle gefunden wurde.

Und dann gehen wir zurück zu den Docas. Auf dem Weg dorthin entdecke ich dieses tolle Wandbild.

Und Durst haben wir. Daher gibt es eine lecker eiskalte Kokosnuss.

In den Docas machen wir eine Pause und trinken Kaffee.

Puh….wir sind ganz schön viel gelaufen und das bei der Hitze. Wir beschließen zum Hotel zu laufen und Siesta zu machen. Ihr glaubt es nicht auf dem Rückweg treffen wir doch die Drei mit ihrem Fiat, die auf dem Boot waren. Verrückt.

Am späten Nachmittag gehen wir essen und in den Supermarkt. Und dann ist es schon wieder acht Uhr. Wir haben mal gleich 2 Nächte hier verlängert. Am 2.6. wollen wir weiter nach São Luis. Christian kämpft gerade mit dem Online Busbuchungssystem….

Tag 178 – Ankunft in Belem

Die Nacht war sehr kalt und ständig bin ich rechts oder links angestoßen. Man schwingt ja automatisch auf einem Schiff in einer Hängematte. Und wenn es soooo voll ist gibt es eine Kettenreaktion. Aber gut, letztendlich haben wir die letzte Nacht an Bord überstanden. Es ist nur viel Wasser zu sehen, also gehen wir noch ganz normal frühstücken.

Nach einiger Zeit kommen wir wieder in einen Nebenarm.

Die ersten werden mit Wassertaxis abgeholt und müssen während der Fahrt rüberspringen.

Man merkt eine gewisse Unruhe/ Vorfreude an Bord. Ich denke mal alle freuen sich, dass wir heute ankommen. Viele schmeißen sich schon mal richtig in Schale.

Und dann 09:45 Uhr sehen wir die Skyline von Belem.

10:30 Uhr gehen wir von Bord.

Heute Morgen haben wir uns ein Hotel gebucht. Wir lassen uns von einem Uber hinfahren und können glücklicherweise gleich in unser Zimmer. Ein großes Dreibettzimmer mit Terrasse.

Oh herrlich… Erst einmal duschen, Wäsche waschen und Klamotten lüften.

Die gewaschene Wäsche legen wir raus in die Sonne. Die ist nach einer halben Stunde trocken. Gegen eins gehen wir zum Essen. Bitte nichts mit Bohnen und Reis…. Wir haben uns im Internet ein Café ausgesucht…..das finden wir erst nicht….alle anderen Lokale haben das was wir nicht wollen. Dann gehen wir eben heute mal zu Mc Donalds…. Auf dem Rückweg zum Hotel finden wir das Café….es hat zu. Wir bleiben im Hotel….denn es gibt viel zu tun: Blogberichte schreiben und vor allem die Weiterreise planen und unseren Rückflug umbuchen. Wir haben ja immer noch einen Rückflug von Bogota (Kolumbien) aus.

In dem ruhigen Zimmer merke ich das mein Kopf brummt. Ich habe die Motorengeräusche immer noch in den Ohren. Wir freuen uns auf eine Nacht in einem sauberen Zimmer, in einem richtigen Bett ohne hundert andere Menschen.

Tag 177 – Das Schiff platzt fast aus allen Nähten

Als ich heute am Morgen aufwache, traue ich meinen Augen nicht. Direkt neben mir und vor mir hängen noch Leute. In der Nacht haben wir anscheinend angehalten. Es sind noch einige Menschen zugestiegen. Jetzt hängen dort wo mal Durchgänge waren auch noch Hängematten und quer vor den Hängematten die eh schon hingen. Wahnsinn.

Wenn alle in den Hängematten sind, stößt man automatisch an den anderen. Die Motorengeräusche sind zwar Ohrenbetäubend laut, doch die Schnarchgeräusche der vielen Männer kommt dennoch durch.

Gleich am Morgen 07:30 Uhr halten wir in Gurupá.

Christian geht von Bord und kauft uns zwei Teigtaschen.

Kurz nach 08:00 Uhr fahren wir weiter.

10:30 Uhr hören wir ein lautes Knattern. Alle schauen ….. Kleine Fischerboote machen sich an unserem Boot fest und verkaufen Schrimps.

Wir kaufen nichts und bleiben lieber bei unserem gewohnten Menü. Hier ein Blick in den Speisesaal.

Ein Mittag – bzw. Abendessen kostet übrigens umgerechnet pro Person 2,26 Euro. Ach ja, eine Riesenavocado haben wir geschafft. Die Andere werden wir verschenken. Das ist einfach zu viel.

Am Nachmittag fahren wir durch enge Flussarme. Und quasi direkt an der Haustür der hier lebenden Menschen vorbei.

Die Bewohner kommen mit ihren kleinen Booten und hoffen darauf , dass Kleidung und/oder Essen heruntergeschmissen wird.

Christian schmeißt auch eines seiner Shirts hinunter.

Kurz nach 17:00 Uhr kommen wir in Breves an.

Hier gibt es das gleich Naturwunder wie in Leticia. Tausende Vögel kommen aus dem Dschungel zum Sonnenuntergang – also jetzt – in die Stadt.

17:40 Uhr geht es weiter.

Breves war unser letzter Halt. Das nächste Mal halten wir morgen an unserem Ziel Belem.

Wir ziehen uns für die Nacht wieder warm an. Und schlafen gegen acht oder neun Uhr ein. Plötzlich werde ich wach und denke mir….was macht denn mein Nachbar. Kann der nicht aufpassen, ständig rumpelt der mit voller Wucht gegen mich. Und dann Geschrei… ich schaue auf… oh Gott was ist hier los…unter meiner Hängematte prügeln sich zwei…. Mein Nachbar gibt mir zu verstehen raus, raus…aus der Hängematte. Ich will raus und Christian – der selbst gerade erst aus dem Schlaf gerissen wurde – hält meine Beine fest, damit ich nicht auf die Machete trete. Die Jungs prügeln sich nicht nur, sondern der eine Typ ist mit einer Machete auf den Anderen los. Plötzlich sind die Typen weg. Keiner weiß was hier gerade passiert ist… Wollte einer etwas klauen? Einig sind sich alle, auf jeden Fall haben die zu viel Alkohol getrunken. Das ging gerade alles so schnell….. oh Mann 👨.

Nach einer Stunde kehrt wieder Ruhe ein und alle gehen wieder zurück in ihre Hängematten. Gleichzeitig zieht ein heftiger Sturm auf oder der Amazonas ist jetzt so groß, dass es zieht wie auf dem offenen Meer. Daher werden die Abdeckplanen heruntergelassen. Aber es zieht dennoch. Das wird wohl eine sehr kalte und unruhige Nacht.