Tag 109 – Lima in 12 Stunden

Wir haben nur den heutigen Tag, um Lima zu erkunden. Also haben wir einen straffen Zeitplan. Gestern haben wir den Pazifik nur von oben gesehen. Daher starten wir den Tag mit einem sehr langen Spaziergang am Pazifik. Dafür geht es viele, viele Stufen nach unten.

Nach ca. einer Stunde gehen wir wieder Bergauf und kommen im Stadtteil Barranco raus. Barranco ist das Künstlerviertel von Lima.

Nach so viel laufen brauchen wir erst einmal eine Pause. Wir suchen uns ein nettes Café und genießen frische Fruchtsäfte. Dann suchen wir uns einen Bus und fahren zurück in unser Stadtteil Miraflores.

In Miraflores haben schon vor Jahrhunderten die ersten Siedler gelebt. Heute erinnert eine einzige historische Stätte noch an die prä-kolumbischen Einwohner, die Huaca Pucllana, eine Lehmpyramide, die bis dato noch nicht vollständig ausgegraben und erforscht werden konnte. Diese Pyramide steht mitten im Stadtteil Miraflores. Hier haben wir an einer Führung teilgenommen.

Auf dem Weg zum Metrobus, der uns in die historische Altstadt bringt, essen wir noch Mittagessen und trinken Frappuccinos. Dann auf zum Bus und ab in die historische Altstadt. Die Altstadt von Lima gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

So, als nächstes steht der Parque de la Reserva ( Zauberwasserkreislauf) auf dem Programm.

Der Parque de la Reserva, welcher bereits 1929 eröffnet wurde um den Soldaten des Pazifikkriegs für die Verteidigung Limas zu gedenken, ist heute einer der meistbesuchten Parks der Stadt. Seit 2007 gibt es die berühmte Lichtshow Circuito Magico del Agua (The Magic Water Circuit). Wer nach Lima kommt, muss hier gewesen sein. Nicht umsonst steht der Park im Guiness Buch der Rekorde als einer der größten Brunnenkomplexe der Welt. Alle Brunnen sind in der Nacht beleuchtet und die meisten werden in wechselnden Farben bestrahlt. Das ganze wird zur Show noch mit Musik untermalt und ist auf jeden Fall ein magisches Erlebnis.

Wow ein wirklich toller Park. Kurz vor neun sind wir wieder im Hostel. Ein langer Tag. Morgen geht es früh raus, denn 10 : 25 Uhr geht unser Flieger nach Quito in Ecuador.

Tag 108 – Wir fahren nach Lima

Da wir erst 12:00 Uhr aus dem Zimmer auschecken müssen, können wir es ganz entspannt angehen. Wir frühstücken in Ruhe, packen und gehen dann am Strand spazieren. Heute ist anscheinend großes aufräumen angesagt. Eine Gruppe von ca, 30 Leuten macht sauber.

11:00 Uhr gehen wir dann zum Bus.

12:00 Uhr fährt der Bus pünktlich los. Die ganze Strecke bis Lima – Sand und Wüste. Aber auch viele kleine Städte und Dörfer. Und es wird hier viel angebaut und anderen Wein. 15:30 Uhr kommen wir in Lima an und 16:15 Uhr sind wir in unserem Hostel.

Lima, die Hauptstadt Perus, liegt an der trockenen Pazifikküste des Landes. Lima hat ca, 10 Millionen Einwohner. Wir wohnen im Stadtteil Miraflores. Der Stadtteil der Schönen und Reichen, direkt am Pazifik gelegen. Es ist toll hier.

Zwischendurch trinken wir mal einen Kaffee bei herrlicher Aussicht.

Und dann erkunden wir weiter.

Es gibt einen tollen Sonnenuntergang.

Wir gehen noch etwas essen und dann ins Hostel.

Tag 107 – Ausflüge rund um Paracas

Sieben Uhr sitzen wir beim Frühstück auf unserer Dachterasse. 07:45 Uhr sitzen wir bei der Agentur um die Ecke und warten darauf, dass es los geht.

Dann geht es los. Wir gehen zum Bootssteg, zahlen hier noch Steuern und den Eintritt für den Nationalpark. Noch kurz warten und dann kann die Gruppe Flamingos ( unsere Gruppe) einsteigen in das Boot.

Wir fahren raus zu den Islas Ballestas. Die Islas Ballestas sind eine Inselgruppe. Die Inselgruppe besteht aus den drei Inseln Ballestas Norte, Ballestas Centro und Ballestas Sur (auch Isla Piedra Redonda) sowie mehreren kleinen Felsen.

Unerklärliche Linien im Fels wie in Nasca.

Als wir zurückkommen tummeln sich Pelikane am Strand.

So jetzt haben wir kurz Pause. An in die kurzen Hosen und dann gehts zum nächsten Ausflug – in das Naturschutzgebiet. Wir gehen wieder zu Roberto, der Agentur ums Eck. Dann werden wir zu einem Bus gebracht, und los gehts. Nach kurzer Zeit kommt der Eingang. Oh nein, die Tickets!!!!! Wir haben doch heute am Morgen bei der Bootsfahrt schon den Eintritt bezahlt. Und dadurch das wir die Hosen gewechselt haben, habe ich die Tickets noch in der Jeans. Ach du sch….. Aber glücklicherweise waren 90 % der Leute aus dem Bus auch heute am Morgen mit uns auf dem Boot. Und alle sagen wir haben bezahlt. Der Busfahrer verhandelt mit dem Personal und verspricht das Ticket nachzubringen. Wir dürfen mit rein ohne noch einmal zu bezahlen. Oh man, da haben wir echt Glück gehabt. Das Naturschutzgebiet ist riesig und eine Mischung aus Wüste und Meer. Unser erster Stopp ist an der sogenannten Kathedrale. Die Felsen sehen aus wie eine Kathedrale. Allerdings wurde diese bei einem schweren Erdbeben 2007 schwer zerstört.

Der nächste Halt ist an einem Strand. Hier hat ein Vulkan seine Spuren hinterlassen.

Jetzt geht es weiter zum Playa Mina. ein wunderschöner Naturstrand mit Felsen.

Es ist mittlerweile ein Uhr. Jetzt fahren wir zum Essen. das Restaurant liegt direkt am Wasser. Es gibt Reis mit Meeresfrüchten.

Nachdem Essen besuchen wir noch das Besucherzentrum. Hier gibt es viele Erklärungen zum Reservat. Auch hier hätten wir eigentlich die Tickets gebraucht …Uups. Kurz vor vier Uhr sind wir dann zurück in Paracas. Als wir aussteigen, zeigen wir dem Busfahrer da…da drüben ist unser Hotel…wir holen schnell die Tickets….er lacht und winkt ab.

Wir gehen ein Eis essen mit lecker und gutem Cappuccino und dann ins Hotel. Am Abend gehen wir noch etwas raus.

Ein toller Tag mit schönen Ausflügen. Morgen Mittag 12:00 Uhr geht unser Bus nach Lima.

Tag 106 – Fahrt nach Paracas ans Meer

Kurz nach 09:00 Uhr sind wir am Busbahnhof von Cruz del Sur – unserer Busgesellschaft. Pünktlich 10:00 Uhr fährt der Bus los. Wir haben die 2 Plätze oben ganz vorn.

Wir fahren ewig durch diese sandige Berglandschaft. Irgendwann werden die Berge flacher und der Sand mehr – und dann sind wir in Paracas. Kurz vor zwei sind wir in unserem Hotel.

Wir stellen unsere Sachen ab und gehen gleich raus. Zuerst suchen wir etwas zum Essen. Natürlich essen wir hier Fisch direkt in einem der vielen Lokale. Eigentlich müsste hier ja Hochsaison sein. Viele Menschen sehen wir nicht, und das obwohl draußen 2 große Kreuzfahrtschiffe stehen. Na ja umso besser für uns. Nachdem Essen gehen wir zu einem der Tourenanbieter. Roberto erklärt alles so gut und detailliert , dass wir gleich zwei Touren für morgen bei ihm buchen. Die erste Tour beginnt 07:45 Uhr und endet 10:00 Uhr. Das ist eine zwei stündige Bootstour. Danach geht es 11:00 Uhr in den hier angrenzenden Nationalpark.

Wir gehen noch etwas am Strand spazieren.

Ist übrigens kein so toller Strand. Also baden gehen würde ich hier nicht. Als ich mit meinen Füßen im Wasser stehe, kann ich meine Füße nicht mehr sehen. Und als das Wasser zurück geht, habe ich hunderte Algen an meinen Beinen. Und dann liegen hier noch so riesige tote Quallen.

Wir gehen zurück zu unserem Hotel und setzen uns auf die Dachterasse.

Schließlich haben wir noch etwas zu tun……Blogberichte schreiben….spanisch lernen….

Ach und übrigens haben wir den Plan etwas geändert. Und zwar schon am letzten Tag in Cusco. Wir wollen jetzt so schnell wie möglich nach Quito ( Ecuador) , aber nicht mehr ganz schnell nach Galapagos. Christian möchte in Quito 1-2 6000er besteigen. Und wir jetzt so gut an die Höhe akklimatisiert waren, werden wir erst einmal in Quito bleiben. Quito selbst liegt schon auf fast 3000 Metern und der Hausberge auf 4600 Meter. Also fahren wir am 20. weiter nach Lima. Am 22. haben wir einen Flug nach Quito. In Quito haben wir schon ein Hostel für eine Woche gebucht. Ach und von Quito aus sind wir ganz schnell auf den Galápagos-Inseln.

Am Abend gehen wir noch in eine Strandbar auf ein Pisco und ein Bier.

Tag 105 – Über die Anden nach Nazca

Die Route von Cusco nach Nazca führt über die Anden. Da wir um 18:00 losfuhren, wurde es bald dunkel. Als wir aus Cusco herausfuhren, war es bereits stockfinster. Schnell schliefen wir ein. Gegen 1:00 wurde ich zum ersten Mal wach. Ein Blick auf die Karte sagte mir: Wir waren auf etwa 4600m angelangt. Auch die nächsten Stunden bewegten wir uns über 4000m. Gegen 4:00 ging es dann bergab. Allerdings zunächst auf ein etwa auf 3000m gelegenes Plateau, wo wir uns weitere zwei Stunden hindurchschlängelten.

Im Anschluss wurde es dann etwas grüner und gegen 9:00 erreichten wir den Busterminal in Nazca.Kurz vor Ankunft drückte uns der Busbegleiter unser Frühstück in die Hand. Na super, da hat wohl einer schön gepennt. Wir verpackten die Mahlzeit schnell in die Rucksäcke und stiegen aus. Zum Hotel waren es noch 10 Minuten zu Fuß. Dort angekommen informierten wir uns sofort über die Rundflüge. Angela, unsere Gastgeberin, fragte nach, ob wir morgen fliegen wollen. Nein, ich möchte heute fliegen. Geht 11:00? Ich frage mal am Flughafen nach. Klar, um 11:00 werde ich abgeholt. Sandra interessieren die Nazca-Linien nicht, sie darf mich aber begleiten. Der Flughafen ist etwa 4km außerhalb.

Im Anschluss gehen wir in unser Zimmer und ziehen uns sofort um.

In Cusco sind wir bei knapp 10 Grad abgefahren, in Nazca kamen wir bei etwa 30 Grad in der Wüste an.

Nach einer kurzen Verschnaufpause kam um 11:00 der Kleinbus von Aeromovil, um uns abzuholen.

Am Flughafen wurden ich eingecheckt und gewogen. Sandra ging mittlerweile auf die Terrasse, um sich das Spektakel aus sicherer Entfernung anzusehen.

Die Reihenfolge der Passagiere wurde nach Gewicht für eine ausgeglichene Balance festgelegt, mich setzte man hinter den Piloten. Insgesamt waren wir in der Maschine zwei Piloten und sechs Passagiere.

Die Nazca-Linien sind über 1500 Scharrbilder in der Wüste. Die Bilder sind auf einer Fläche von 500qkm und zeigen Linien, Dreiecke und vor Allem Figuren wie Affe, Astronaut, etc. Die Bilder sind nur aus großer Höhe zu sehen, daher die Überflüge. Der Flug dauert eine halbe Stunde und betrachtet insgesamt 12 Bilder. Da die Passagiere in zwei Reihen im Flugzeug sitzen, fliegt der Pilot in Schräglage einmal rechts herum und dann wieder linksherum, damit jeder einen Blick auf die Figuren werfen kann.

Die Schräglagen sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach der dritten Kurve hatten sich Kopf und Magen daran gewöhnt und konnten oben und unten wieder richtig einordnen.

Nach einer halben Stunde landeten wir wieder in Nazca und ich stieg etwas benommen aus dem Flugzeug. Das legte sich aber schnell und bis unser Bus ankam, war alles wieder gut.

Jetzt war es an der Zeit zu Essen. In einer Cevicheria, die wir schon vorher ins Auge gefasst hatten, schlugen wir dann zu. Ceviche ist ein Fischgericht der peruanischen Küche, dass mittlerweile auch in Deutschland verbreitet ist.

Der Fisch und/oder Meeresfrüchte werden dabei mariniert in einem Süd aus Zitrussaft, Salz, Chili und Zwiebeln.

Wir wählten ein Combo Triple für uns beide aus. Das bestand aus Ceviche (s.o.), Chicharrón de Pescado (frittierter Fisch) und Reis mit Meeresfrüchten.

Nachdem wir satt waren, gingen wir noch zwei Straßen weiter in ein Café und gönnten uns einen Frappuccino. Einen Frappuccino? Nein, den besten Frappuccino der Welt. Die Zubereitung dauerte knapp 20 Minuten, aber das Ergebnis konnte sich sehen und schmecken lassen.

Nach einem kurzen Spaziergang durch Nazca und über den hiesigen Hauptplatz Plaza des Armas ging es zurück ins Hotel. Nach kurzer Zeit forderte die durchwachte Nachtfahrt ihren Tribut und ich schlief ein.

Tag 104 – Kulturtag in Cusco

Da wir heute Abend weiterfahren nach Nasca, hieß es am Morgen Rucksäcke packen. Heute am letzten Tag in Cusco wollen wir uns die Kathedrale und das Inca – Museum anschauen. Zuerst gehen wir in die Kathedrale.

Die Kathedrale ist die wichtigste Kirche von Cusco. Die Kathedrale bildet zusammen mit den Nebenkirchen Kapelle des Triumphes und Kapelle der Heiligen Familie den Kathedralkomplex mit fast 4000 Quadratmetern. Die Anlage wurde auf dem Inkatempel des Wiraqucha errichtet. Das Denkmal im historischen Zentrum von Cusco ist seit 1983 Teil des UNESCO Weltkulturerbes.

Die Kathedrale ist riesig und ist ausgestattet mit: 24 Gewölben und elf Kapellen auf 85 Meter Länge und 45 Meter Breite, die massiven Türme erreichen eine Höhe von 33 Metern; elf Altären mit bedeutsamen Holzschnitzereien. Die Kathedrale ist mit insgesamt 365 Gemälden ausgestattet. Leider darf man drinnen keine Bilder machen. Aber es war wirklich sehr beeindruckend und sehenswert.

Danach brauchten wir erst einmal eine Pause und sind daher in ein Café gegangen. Gleichzeitig fing es zu regnen an. Als nächstes sind wir dann ins Inca – Museum. Auch hier durfte nicht fotografiert werden. Im Museum sind viele Fundstücke und auch Munien ausgestellt.

Da es dann schon wieder regnete haben wir beschlossen in das Café in unserem Hotel zu gehen. Denn dort ist es warm, gemütlich, günstig und wir haben WLAN. Hier saßen wir dann und haben gleich noch gegessen. 17:00 Uhr kam dann das bestellte Taxi und brachte uns zum Busbahnhof von Cruz del Sur – unserer Busgesellschaft. Pünktlich 18:00 Uhr fuhr der Bus los. Es gab sogar gleich ein Abendessen und ein Getränk. Wir haben noch einen Film angeschaut und sind dann eingeschlafen. Mal sehen wie die Nacht wird. Denn wir müssen einmal komplett über die Anden drüber. Das heisst viele Berge hoch und runter.

Tag 103 – Markt, einkaufen und Planung

Heute sind wir zu allererst zur Post gegangen. Postkarten kaufen und schreiben und abschicken. Wusstet ihr eigentlich, dass man in jedem Ort tolle Postkarten kaufen kann, aber in den den meisten Orten gibt es weder Briefmarken noch so etwas wie ein Briefkasten oder geschweige denn eine Post. Danach sind wir zum größten Markt von Cusco gegangen: San Pedro

Aber das was wir gesucht haben ( Shampoo, meine Jacke) gab es nicht. Also sind wir weiter durch die Straßen geschlendert. Als wir in einer Friseurgasse vorbeikamen, ist Christian zum Friseur gegangen.

Danach ging es zum Museum Maximo Laura. Maximo Laura ist ein peruanischer Künstler, der traditionelles Handwerk (Wandteppiche knüpfen) mit zeitgenössischer Kunst verbindet. Auf Basis seiner Skizzen bzw. Bilder werden daraus von ihm bzw.. seinen Schülern Wandteppiche geknüpft. Die großen Stücke sind mit Preisen zwischen 25.000.$US bis 60.000$US ausgezeichnet. In der Werkstatt kann man einem Schüler bei der Arbeit zusehen. Faszinierend, wie aus hunderten oder gar tausenden von Wollknäueln ein Wandteppich entsteht.

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Als wir aus dem Museum herauskamen, kamen dicke fette Regentropfen vom Himmel. Und keine zwei Minuten später hagelte es. Wir stellten uns schnell unter. Es schüttete und bald standen die Straßen unter Wasser.

Wir flüchteten in das nächste Café, zufällig ein sehr gemütlicher Starbucks. Als es etwas nachließ, haben wir uns wieder auf die Suche nach meiner Jacke gemacht. Und ich habe sie gefunden und gekauft.

Dann noch schnell die Wäsche wieder abholen und ab ins Hotel. Die nächsten Stunden haben wir mit unserer Galapagos – Planung verbracht. Am Abend sind wir noch zum Essen gegangen. Es gab Alpaka – Pizza.

Morgen Abend 18:00 Uhr geht unser Nachtbus nach Nazca – dazu müssen wir über die Anden. In Nazca kommen wir am 17. voraussichtlich morgens gegen Acht an.

Tag 102 – Großer Ausflug in das Heilige Urubamba Tal

06:30 Uhr sollen wir am Plaza San Blas sein, dass ist der Platz von unserem Viertel. Und fünf Minuten von unserem Hotel entfernt. Also gehen wir 06:15 Uhr los. Vorher essen wir wieder die Semmel aus unserer vorbestellten Lunchbox mit Kaffe und Tee. Die Besitzerin des Hotels ist auch schon wach, so gibt es noch einen kleinen Plausch. Am Plaza San Blas treffen wir ein australisches Paar und unterhalten uns mit denen noch nett, bis wir abgeholt werden. Allerdings holt uns nicht wie erwartet ein Auto, sondern ein Guide. Im Eiltempo rennen wir die kleinen Gassen hinunter. An der nächsten Ecke sollen wir warten, dann kommt er mit einer weiteren Familie und einer Mitarbeiterin der Agentur zurück. Und weiter geht es runter in die Stadt im Sauseschritt. Jetzt stehen wir auf einem Platz mit vielen Touristen und Autos, ab rein in ein Auto und los geht es 07:00 Uhr. Die ganzen Guides die uns zu diesem Platz gebracht haben, sind nicht mehr im Auto, dafür Felicia und der Fahrer. Felicia wird uns heute in englisch und spanisch durch den Tag begleiten. Unser erster Stopp ist in dem Ort Chinchero. Wir gehen wir auf das Grundstück einer Familie, dass direkt an einer Lagune liegt. Es gibt auch Semmeln und Tee mit Cocablättern und frischer Minze.

In Chinchero besuchen wir eine Kooperative. Hier wird uns gezeigt, wie aus natürlichen Mitteln Farben gewonnen werden und Seife zum wachen der Alpakawolle. Sehr beeindruckend.

In Chinchero gibt es auch eine Kirche, die aus der Inkazeit stammt. Man darf leider nur Fotos von außen machen. Es ist von außen schon sehr beeindruckend, aber von drinnen war es das noch mehr…

Nun geht es nach Moray. Die Inka – Anlage Moray ist eine Anlage, bestehend aus mehreren Terrassen in verschiedenen Höhen. Sie wurde in drei größeren natürlichen Dolinen verschiedener Tiefe errichtet. Die mit über 70 Metern tiefste Doline, deren unterste 28 Meter mit Terrassen versehen sind, heißt Qechuyoq. Die ersten sieben Terrassen, die ungefähr 15 Meter überspannen, sind konzentrisch angeordnet. Die achte Terrasse bricht in nordwestlicher Richtung aus dem Schema aus und verbreitert hier die Anbaufläche auf der siebten Terrasse. Die restlichen Terrassen folgen dem Verlauf der achten. Bis auf in der größten Senke sind die Anlagen konzentrisch und kreisförmig. Bis vor 50 Jahren wurden auf dem Gelände Kartoffeln und Gerste angebaut. Durch die Terrassierung und die Anordnung im Rund ergibt sich eine Überlagerung des Makroklimas mit etlichen, für jede Terrasse verschiedenen Mikroklimaten. Möglicherweise diente Moray den Inka als Agrarversuchsfeld zum Studium des Einflusses dieser Mikroklimate auf den Pflanzenwuchs. Definitiv ist es auch heute noch sehr beeindruckend.

Wir fahren weiter zu den Salzterassen von Maras. Hier klammern sich an die 3.000 künstlich angelegte terrassenförmige Becken an die steilen Hänge der Cordillera Urubamba. Sie wurden bereits von den Inka zur Salzgewinnung angelegt und zählen heute noch zu einer wichtigen Lebensgrundlage der regionalen Bevölkerung, von der jede Familie zwischen fünf und zehn Becken bewirtschaftet.

Da jetzt gerade Regenzeit in Peru ist, sehen die Becken so braun aus und es kann kein Salz gewonnen werden.

So jetzt geht es nach Urubamba zum Mittagessen. Für 10 Soles, also 2,70 Euro können wir hier essen. Es gibt ein riesiges Buffet und Kaffe und Tee sind auch inklusive.

So auf nach Ollantaytambo. Die Stadt liegt in einer Höhe von 2792 Metern am Fluss Uruhbamba. Nach einer Legende soll ihr Gott die Inka angeleitet haben, die Stadt zu bauen.

Ollantaytambo ist das einzige verbliebene Beispiel für Stadtplanung aus der Inak – Zeit. Die Gebäude und Inka – Terrassen sowie die engen Gassen der Stadt befinden sich noch in ihrem ursprünglichen Zustand. Auf der bergzugewandten Seite von Ollantaytambo befindet sich ein imposanter Inka-Komplex, der, auf Grund seiner außerordentlich starken Mauern, landläufig fortaleza (dt. Bollwerk oder Festung) genannt wird. Tatsächlich war dieser Komplex strategisch günstig gelegen, um das Heilige Tal der Inka zu dominieren. Also ganz ehrlich, ich finde das fast beeindruckender als Machu Pichhu. Ach ja und es ging mal wieder mindestens eintausend stufen hoch und runter.

Hier haben wir uns von 10 Leuten verabschiedet, die hier in den Zug nach Aguas Calientes steigen, um morgen Machu Pichu zu besuchen. Wir waren 2014 in Machu Picchu. Die restlichen 8 Leute fahren jetzt nach Pisac. Eigentlich dachte ich, wie besuchen hier einen Markt. Aber nein, es gibt noch eine Inka – Stadt. Pisac ist eine Stadt, und frühere Bergfeste der Inka.

Der Stadtkern Pisacs besteht aus zwei Teilen. Die eigentliche Stadt ist der eine Teil, der andere ist der heilige Bezirk. Eine lange Treppe führt hier von den Häusern zum höchsten Plateau hinauf.

Dann ging es zurück nach Cusco. Kurz vor sieben waren wir in Cusco. Es war ein toller Tag. Uns war bis vor kurzem nicht bewusst, dass es in der Umgebung von Cusco sooooo viel mehr wie Machu Picchu gibt. Es war ein toller Tag und das Beste , wir waren mehr draußen als im Auto.

Tag 101 – Champions League und schlendern

Heute gibt es ja wieder einen Entspannungstag. Wir beginnen mit einem seeehr ausgiebigen und wahnsinnig gutem Frühstück. Nach der gestrigen Bergtour sind unsere Sachen echt dreckig. Wir packen die Dreckwäsche zusammen und suchen uns eine Lavanderia (Wäscherei). Auf dem Weg entdecken wir diesen tollen künstlichen Wasserfall. Da es gestern so viel geregnet hat, sind heute alle Wasserfälle und Brunnen in Betrieb.

So die Wäsche ist abgegeben. Jetzt schlendern wir durch die tollen Gassen von Cusco. Ich habe hier so tollen Sweatjacken entdeckt. Also eigentlich ist es eine einfache Jacke, aber mit diesem tollen Peru – Logo. Daher probiere ich in jedem Laden, in dem wir solche Jacken sehen, alle möglichen Farben an. Ich kaufe mir definitiv so eine Jacke…..also werde ich sie Euch in den nächsten Tagen noch zeigen.

Dann suchen wir eine der tausenden Agenturen auf und buchen eine Tour für morgen. Wir machen einen 12 Stunden Ausflug in das Heilige Tal – die Super Sacred Valley Tour.

So jetzt schnell zurück zum Hotel. Champions League geht gleich los. Na ja wir wissen alle, das Anschauen des Bayernspiels hätten wir uns auch sparen können. Aber während des Spiels oder vielleicht wegen dem Spiel hat es eh die ganze Zeit geregnet.

Nachdem Spiel gehen wir heute ausnahmsweise mal nicht in unserem super Hoteleigenem Restaurant essen. Wir gehen in einen Burgerladen und essen – jetzt haltet Euch fest – Alpakaburger. Und ihr werdet es nicht glauben, Alpakafleisch ist das leckerste Fleisch, dass wir je gegessen haben.

So morgen früh geht es 06:15 Uhr los.

Tag 100 – Rainbow Mountains

Fünf Minuten vor 03:00 Uhr sind wir aufgewacht – oh nein es schüttet wie aus Eimern da draußen. Egal, aufstehen, Katzenwäsche, anziehen und ab in zur Rezeption. Hier machen wir uns einen Kaffee und einen Tee. Während wir drauf warteten abgeholt zu werden, aßen wir schon mal die Sandwiches aus unserer Lunchbox, die wir gestern Abend noch bestellt hatten. 04:10 Uhr wurden wir dann abgeholt. Wir waren die Ersten im Minibus. Als wir alle zusammen hatten war es 04:30 Uhr und es ging los. Der Regen lies nicht nach und ein Hauptplatz in Cusco stand komplett unter Wasser. 06:30 Uhr haben wir in einem kleinen Dorf angehalten. Hier gab es in einem sehr einfachen „Wellblechhaus “ Frühstück. Nicht nur für unseren Bus , sondern für mindestens drei weitere. Es gab Tee, Kaffee, Semmeln, Butter und Rührei.

Nachdem Frühstück gab es ein kleines Briefing in englisch und spanisch und dann fuhren wir mit dem Minibus noch auf 4630 Meter. Hier war der Parkplatz. Die Fahrt dort hoch war echt abenteuerlich. Über sehr schmale Bergstraßen mit sehr tiefen Schluchten schraubten wir uns hoch. Man gut das wir das schon aus Nepal kennen.

Im Regen und Nebel liefen wir los. Kurz nach dem Start konnte man sich ein Pferd mieten. Das haben übrigens echt viele gemacht.

Der gelbe Fleck da bin ich.

Ich war kurz vor dem verzweifeln wegen dem blöden Wetter. Und glaubt es oder nicht, ich habe den ganzen Aufstieg lang gebetet, dass wir heute bitte diese tollen Regenbogenberge sehen, die Sonne bitte mal rauskommt und wie heil wieder runter kommen. Aber es tat sich nichts.

Auf den letzten Metern hoch…

Oben angekommen war es verdammt windig. Aber Wind ist ja gut – der bläst ja den Nebel und die Wolken weg. Und dann da….. der Berg blitzt durch…..oh man wir sind soooo glücklich und beeindruckt.

Es zieht schnell der Nebel wieder drüber. Christian will noch weiter hoch und geht auch bis auf 5036 Meter auf den Gipfel.

Ich gehe noch ein Stück mit. Dann denke ich mir, was soll ich da oben im Nebel…. und bleibe stehen und warte das sich die Regenbogenberge wieder zeigen.

Und jedes mal, wenn sich der Berg zeigt, grölt die Menge vor Begeisterung und wir mit. Das ist so faszinierend. Ich hätte nicht gedacht, dass der Berg wirklich so aussieht.

Ob wir wollen oder nicht, irgendwann müssen wir wieder runter. Außerdem sind wir ganz schön durchgefroren.

Der Rückweg….

Jetzt ging es den gefährlichen Weg dahin zurück, wo wir heute gefrühstückt haben. Gegen 13:30 Uhr kamen wir dort an. Kaum das wir in dem offenen Wellblechhaus waren, fing es wieder an zu schütten. Mittags gab es ein tolles Büffet. Da wir mittlerweile sehr gut in der Höhe akklimatisiert sind, hatten wir auch Hunger. Das ging wohl nicht allen so. Es gab ca. 10 Teilnehmer die Anzeichen der Höhenkrankheit hatten. Deshalb ( wegen dieser Teilnehmer musste eh ein Minibus nach Cusco fahren)und aufgrund des Wetters stellte sich uns folgende Frage: Gleich nachdem Mittagessen nach Cusco fahren und gegen 17:00 Uhr im Hotel sein – Oder wir geplant noch vier Lagunen besuchen – allerdings bei strömendem Regen. Nein, wir wollen zurück nach Cusco. So sind wir gegen 17:00 Uhr in Cusco und in unserem Hotel. Wow was für ein toller Tag.

@ Timo: Danke fürs Daumendrücken. 👍 Es hat geholfen.